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Holsteinischer Courier

24. August 2017 | 09:09 Uhr

Bordesholm : Die Politik wartet ab

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Veranstaltungsplatz soll bebaut werden: Die Grünen starten Bürgerbegehren.

Bordesholm | In Sachen Bebauung des Bordesholmer Veranstaltungsplatzes bleibt es spannend. Vorgestern Abend gab es dazu eine Sondersitzung des Bauausschusses. Die Grünen bekräftigten ihr Vorhaben, ein Bürgerbegehren zur Erhaltung des Veranstaltungsplatzes auf den Weg zu bringen (der Courier berichtete).

Am 13. Dezember 2016 hatte die Gemeindevertretung Bordesholms die Aufstellungsbeschlüsse zur Bebauung des Platzes befürwortet. Die Grünen hatten mehrfach auf die Erhaltung des Gebiets als schützenswerten Raum gepocht, auf Alternativplätze zur Bebauung verwiesen und in einer Online-Petition Stimmen gesammelt. Heute Abend trifft sich die Lenkungsgruppe der Aktion und bestimmt drei Leute, die sich auf dem Begehren namentlich verantwortlich zeigen. „Das werden voraussichtlich die drei Grünen-Gemeindevertreter Ursula Werner-Schulz-Ehlbeck, Gabriele Steffen und ich sein“, sagte Grünen-Mitglied Dr. Gerd Stock dem Courier.

Um ein Bürgerbegehren wirksam zu machen, müssen zehn Prozent der wahlberechtigten Bordesholmer – das sind alle ab 16 Jahren – ihre Unterschrift abgeben. Demnach müssen 658 Bordesholmer das Begehren mittragen. Dafür haben die Initiatoren maximal sechs Monate Zeit. „Wir möchten es aber ungern so lange dauern lassen und wollen damit schneller durch sein“, sagte Gerd Stock. Wenn die drei Verantwortlichen heute Abend bestimmt worden sind, werden Unterschriftenlisten gedruckt, die in der Gemeinde verteilt werden. Sollte die geforderte Anzahl der Unterschriften beisammen sein, gehen die Listen zur Kommunalaufsicht, die jede Unterschrift einzeln prüft. Das Begehren ist nämlich erst die Vorstufe für einen Bürgerentscheid, mit dem die Bebauung der 7,4 Hektar großen Grünfläche nordöstlich der Landesstraße 318 für zwei Jahre ausgesetzt werden könnte.

„Bis zur kommenden Gemeindevertretersitzung am 4. April wird die Politik abwarten und keine weiteren Schritte unternehmen“, teilte Ilona Ingwersen vom Bordesholmer Bauamt gestern mit.

Zum Thema Neugestaltung der Bahnhofstraße gab es auf der Bauausschusssitzung einen Sachstandsbericht. Nach dem Wunsch der Verwaltung beginnt die Erneuerung im Mai, spätestens im November sollen die Arbeiten beendet sein. Der Regenwasserkanal wird teilweise erneuert, ebenfalls neu gemacht wird die Bepflasterung. Außerdem kommen die alten Pflanzkübel weg und werden durch neue ersetzt. Es werden auch neue Laternen aufgestellt, die mit LED-Technik leuchten. 



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erstellt am 16.Feb.2017 | 11:00 Uhr

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