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Arpsdorf : „Die Physiker“ begeisterten beim fünften Hofkonzert

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

70 Gäste waren beim Konzert der jungen Studenten im Hause Nuske.

shz.de von
erstellt am 30.Dez.2013 | 11:00 Uhr

„Musik statt Physik“: Unter diesem Motto empfingen Marlies (65) und Peter (75) Nuske am Sonnabend mehr als 70 Gäste zu ihrem heimischen Hofkonzert. Bereits zum fünften Mal hatte das Ehepaar dafür seine gute Stube ausgeräumt und sozusagen zum Hörsaal umfunktioniert. In der gemütlichen Atmosphäre des Hauses erwartete die Zuhörer mit dem Ensemble „Die Physiker“ ein musikalischer Abend, der diesem außergewöhnlichen Rahmen mehr als gerecht wurde.

„Es kommen Freunde und Bekannte sowie Bekannte von Bekannten. Es hat sich mittlerweile herumgesprochen. Ich kenne lange nicht mehr alle, aber es macht Spaß so viele Gäste zu haben“, erzählte dazu der Hausherr lächelnd. „Angefangen hat es einmal damit, dass der Klavierlehrer unseres Sohnes Marlon ein Konzert geben wollte. Nun ist es schon eine kleine Tradition“, berichtete er weiter.

Zur guten Sitte unter den Besuchern der Familie gehört ebenfalls seit Jahren das Mitbringen von kleinen Speisen, sodass am Ende immer auch für das leibliche Wohl gut gesorgt ist.

„Es ist die intime Stimmung und die Freundlichkeit, die hier herrscht. Das finde ich einfach reizend. Außerdem finde ich es toll, dass sich die jungen Leute für diese Musik einsetzen. Dies ist ja heute nicht selbstverständlich“, sagte Waltraud Cramer (67) aus Padenstedt, die damit wohl vielen Gästen aus der Seele sprach.

„Die Physiker“, Sängerin Indra Repczuk (22), Hauke Vogt (22) an der Harfe und Marlon Nuske (21) am Flügel, allesamt zurzeit mit dem Bachelorabschluss an der Universität Hamburg beschäftigt, hatten wirklich ein anspruchsvolles Programm zusammengestellt. Der Reigen reichte von Kompositionen aus der Feder Maurice Ravels und Claude Debussy bis hin zu Werken von Wolfgang Amadeus Mozart und Ludovico Einaudi. Zudem erklangen unter anderem die Lieder „Auf dem Wasser zu singen“ und „Sehnsucht“ von Franz Schubert, für den die drei exzellenten Akteure eine besondere Vorliebe hegen.
„Das ist jetzt unser zweites gemeinsames Konzert. Wir planen weiter zusammenzuspielen. Aber nach dem Abschluss und dem Einstieg ins Masterstudium müssen wir erst einmal sehen, wohin es jeden so treibt“, erzählten die Drei freimütig.

Begeistert hatten die Studenten mit ihrem Vortrag ebenfalls bereits am Freitag die Zuhörer im Bordesholmer Klosterstift. Und, wie der anhaltende Beifall bewies, würde auch das Publikum im Wohnzimmer der Nuskes den jungen Physikern auf jeden Fall die Treue halten.

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