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Computer-Festival in Neumünster : Die Northcon – Tor in eine andere Welt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Sie kamen aus aller Welt: 3000 Computerspieler trafen sich in den Holstenhallen in Neumünster zum größten Computer- und E-Sport-Festival Deutschlands – und lieferten sich auf virtuellen Rennstrecken und Schlachtfeldern Duelle. Im Internet fieberten mehr als eine Million Menschen mit.

shz.de von
erstellt am 09.Dez.2013 | 05:00 Uhr

Neumünster | Die Holstenhallen waren von Donnerstag bis Sonntag wieder das Tor in eine andere Welt. Die Northcon lockte rund 3000 Computerspieler und E-Sportler nach Neumünster. Es ist Deutschlands größtes Computer- und E-Sport-Festival. Auf virtuellen Rennstrecken und Schlachtfeldern traten die Spieler übers lokale Netzwerk oder via Internet gegeneinander an. Geschlafen – wenn überhaupt – wurde neben den Rechnern auf Feldbetten oder Luftmatratzen. „Es ist das besondere Flair, das uns immer wieder herzieht. Es gibt in ganz Deutschland nichts Vergleichbares“, erzählten Michael Müller (22) und Tim Freitag (24), die mit zehn Freunden aus Düsseldorf angereist waren. Diesmal stand die zwölfte Auflage der Northcon auch unter dem Stern des internationalen E-Sports.

Hierzulande nicht selten belächelt, genießen sportliche Wettkämpfe am Monitor mit Maus und Tastatur zum Beispiel im asiatischen Raum einen hohen Stellenwert. Professionelle E-Sportler aus Südkorea, Kanada, Spanien und Schweden waren in die Holstenhallen gekommen, um gegeneinander im „Asus ROG Tournament“ im Spiel „Starcraft II“ gegeneinander anzutreten. Dabei wurde ein Preisgeld von insgesamt 25.000 US-Dollar ausgelobt.

In Nachbarhallen verfolgten Northcon-Besucher die Begegnungen auf zwei großen Leinwänden. Kommentatoren-Teams aus Deutschland und England hielten die Fan-Gemeinde wie beim Fußball über den Spiel-Verlauf auf dem Laufenden. „Alleine über das Internet verfolgen mehr als eine Million Zuschauer hauptsächlich aus den USA und den asiatischen Ländern dieses Turnier“, sagte Merle Brade, Sprecherin des Veranstalters Innovalan.

10.000 Dollar für den ersten Platz nahm am Ende Jae Dong aus Südkorea mit nach Hause. Eine weitere Neuheit bei der Northcon war der Cosplay-Wettbewerb. Die Teilnehmer verkleiden sich wie eine Figur aus einem Comic oder aus einem Videospiel. Sarah Podßun (24) reiste für ihre Teilnahme extra aus München an. Sie mimte einen Nekromanten aus dem Computerspiel „Guild Wars 2“. „Ich spiele das Spiel nicht, aber der Charakter gefiel mir sehr gut. Das ganze Kostüm wiegt 18 Kilogramm. Ich habe es innerhalb eines Monats selbst gefertigt“, erzählte die 24-Jährige. Sie war aufgeregt, schließlich ging es bei dem Wettbewerb um insgesamt 1600 Euro Preisgeld. Sie schaffte es unter den 24 Cosplay-Teilnehmern am Ende aber nicht unter die ersten fünf Plätze.

40 Helfer hatten für den reibungslosen Ablauf seit Dienstag gesorgt. Es wurden neun Kilometer Netzwerkkabel, sechs Kilometer Stromkabel und zwei Kilometer Lichtwellenleiter-Kabel verlegt.

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