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Silvester-Feuerwerk : Die Neumünsteraner wollen es krachen lassen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Einfache Silvester-Böller nicht mehr gefragt. Trend beim Feuerwerk geht zu hochwertigen Party-Batterien. Das lassen sich viele zum Jahresausklang gern auch etwas mehr kosten

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erstellt am 31.Dez.2013 | 08:00 Uhr

Ein Jahresausklang ohne Silvester-Feuerwerk? – Für viele Neumünsteraner ist das undenkbar, und sie lassen sich das auch richtig etwas kosten. „Der ordinäre Böller ist nicht mehr so gefragt. Der Trend geht zu hochwertigen Raketen oder ganzen Batterien und Pyro-Komplettsortimenten“, sagte Stefan Folster, der gestern beim Verkauf von Feuerwerksartikeln im Baumarkt Toom gut zu tun hatte.

Ähnlich waren die Erfahrungen beim Hagebaumarkt an der Boostedter Straße. „Einmal anzünden und das Schauspiel genießen“, sagte Fachverkäufer Jan Zimmermann. Ganz billig ist der Spaß nicht. Die Preisspanne bei solchen Verbund-Feuerwerken reicht von neun bis 100 Euro.

Manche Neuheiten wie die „Profi-Line Area 65“ reichen mit einer Brenndauer von knapp zwei Minuten und einer Effekthöhe von 60 Metern in der Tat fast schon an ein professionelles Feuerwerk heran. Im Luxus-Segment sind manche Pakete auch schon ausverkauft. „Der Verkauf brummt. Die Neumünsteraner wollen es krachen lassen“, sagte Hagebau-Marktleiter Arne Lembke.

Etwa 25 Euro im Schnitt gaben die Kunden dort für Silvester-Böller und Raketen aus. Bei Klaus Rönnau aus Stolpe war es sicher ein Mehrfaches – er deckte sich gleich mit einem ganzen Einkaufswagen für das Spektakel ein. „Letztes Jahr hat der Vorrat für zweieinhalb Stunden gereicht. Mir ist es das wert“, sagte Rönnau. Bei Familie Theile aus Wasbek machten sich gleich drei Generationen auf Einkaufstour. Johanna (8) durfte das Sortiment gemeinsam mit ihrem Papa Frank und Opa Hartwig Theile aussuchen. „Anzünden macht Papa. Ich darf Luftschlangen pusten und die Wunderkerzen halten“, sagte Johanna. „Silvester ohne Feuerwerk – das geht nicht“, sagte ihr Vater.

Nicht nur die ausgefeilte Pyrotechnik für die Großen geht an den Verkaufsstellen wie geschnitten Brot. Auch der Absatz von jugendfreien Silvesterartikeln läuft deutlich besser als in den Vorjahren. Tischfeuerwerke, Wunderkerzen oder Knallerbsen dürfen Kinder und Jugendliche schon ab zwölf Jahren kaufen. „Wir mussten hier schon zweimal beim Großhandel nachordern“, sagte Hagebaumarkt-Verkäufer Jan Zimmermann.

Nicht nur die Baumärkte, auch die Lebensmittelhändler in der Stadt sind zum Jahresende zufrieden. Die Geschäfte sind voll. „Böller, Sekt, Fonduefleisch, Chips – alles, was man zum Feiern braucht. Das Silvestergeschäft läuft“, sagte Martina Dollowski, Marktleiterin bei Edeka-Huchthausen in Wittorf.

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