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Neuer Ordnungsdienst : Die neuen Aufpasser in der Stadt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Michael Wolf, Heiko Büttner, Andreas Bolln und Philip Preinfalck sollen als kommunaler Ordnungsdienst für Sicherheit und Sauberkeit sorgen.

Neumünster | „Guten Tag, Stadt Neumünster, Ordnungsamt!“ Wer so im Stadtgebiet angesprochen wird, hat es künftig mit den Männern des neuen kommunalen Ordnungsdienstes zu tun. Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras stellte gestern Teamleiter Micheal Wolf, Heiko Büttner, Andreas Bolln und Philip Preifalck vor. Das Quartett ist zwar noch bis Anfang kommenden Jahres in der Ausbildung, wird aber in den nächsten Monaten bereits immer mal wieder durch die Innenstadt Streife laufen und für „mehr Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung“ sorgen, wie es Tauras gestern ausdrückte.

Zugeordnet sind die Männer in den auffälligen Uniformen der Straßenverkehrsbehörde. Doch sie verteilen nicht nur Knöllchen an Parksünder – zusätzlich zu den vorhandenen sieben Mitarbeitern der Verkehrsüberwachung. „Das Aufgabengebiet umfasst alle Bereiche von Ordnungswidrigkeiten“, sagt Max Janßen, der zuständige Arbeitsgruppenleiter. Ob illegal entsorgter Müll, das Radfahren auf der falschen Seite, das wilde Parken vor Schulen und Kindergärten, Hundekot im Park oder auf dem Spielplatz, der im Winter nicht geräumte Fußweg, Verstöße beim Verkauf von Alkohol an Jugendliche oder öffentliches Urinieren: „Wir werden die Bürger freundlich auf ihr Vergehen aufmerksam machen, haben aber auch Strafzettel dabei“, sagt Teamleiter Michael Wolf. Nicht zuständig sind die unbewaffneten, aber gut trainierten Aufpasser bei Straftaten. Hier kommt weiterhin die Polizei. „Wir streben allerdings gemeinsame Streifen an“, so Max Janßen. Zudem soll das Quartett, das auch nachts und am Wochenende arbeitet, Ansprechpartner für die Bürger bei Fragen aller Art sein. Das Büro im alten Rathaus steht werktags jedem offen.

Vorbild für den kommunalen Ordnungsdienst ist Lübeck. Von dort stammt auch das Konzept. „Wir profitieren von den Erfahrungen in der Hansestadt“, sagt OB Tauras.

215  000 Euro kostet die Einrichtung pro Jahr. Ein Teil des Geldes soll über die Straf- und Verwarnungsgelder wieder in die Kasse gespült werden. Befristet sind die vier Stellen zunächst auf drei Jahre. „Ich bin jedoch überzeugt davon, dass sich der Ordnungsdienst etabliert und es danach weitergeht“, sagt Tauras.

Im Februar 2014 hatte die Ratsversammlung einstimmig einem Antrag der SPD von Claus-Rudolf Johna zugestimmt. „In den letzten Jahren ist eine Lücke bei der Wahrnehmung von ordnungsrechtlichen Aufgaben entstanden, die es zu schließen gilt. Ein kommunaler Ordnungsdienst kann universell eingesetzt werden und könnte mit richtiger Schwerpunktsetzung ein echter Gewinn für Neumünster sein“, so Johna damals.

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erstellt am 04.Sep.2015 | 08:15 Uhr

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