Bad am Stadtwald : Die neue Traglufthalle ist bestellt

So soll die neue Halle  nach einer Skizze der Stadtwerke aussehen.
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So soll die neue Halle nach einer Skizze der Stadtwerke aussehen.

Der Aufsichtsrat der Stadtwerke gab grünes Licht für eine 350.000 Euro teure Neuanschaffung. In sechs bis acht Wochen hat Neumünsters Schwimmbad ein neues Dach.

shz.de von
08. November 2013, 05:00 Uhr

Neumünster | Nur zehn Tage nach dem verheerenden Orkantief „Christian“ gibt es für die eingestürzte und dabei zerstörte Traglufthalle im Bad am Stadtwald eine Lösung: Die Stadtwerke haben als Ersatz eine rund 350.000 Euro teure Neuanfertigung in Auftrag gegeben. Die Lieferzeit für die neue Traglufthalle beträgt nach Angaben des Herstellers etwa sechs bis acht Wochen.

Noch in der Wintersaison könnten so die Schulen und Vereine wieder ihr Training und ihren Unterricht auf den langen Bahnen im Bad aufnehmen. „Nach intensiven und zügigen Erörterungen mit unseren Gremien hat der Aufsichtsrat am 6. November in einer außerordentlichen Sitzung grünes Licht für eine neue Traglufthalle nach dem Vorbild der alten gegeben“, erklärte der SWN-Geschäftsführer Matthias Trunk nach der Sitzung am Mittwoch.

Die jetzt bestellte zeltähnliche Halle ist eine fast baugleiche Neuanfertigung und überdeckt in L-Form mit einer Länge von 60 Metern, einer Breite von 30 Metern und einer Höhe von zehn Metern das Schwimm- und Sprungbecken im Bad am Stadtwald. Die Beleuchtung und die Türen der alten Halle waren zwar vollständig zerstört worden, aber die Bodenanker, an denen die Plane befestigt ist, haben den Orkan überstanden und können für die neue Halle genutzt werden.

„Wir hoffen nun, dass wir schnellstmöglich grünes Licht für den Aufbau bekommen, damit die Schwimmer noch in der Wintersaison in einer neuen Halle loslegen können“, sagte Tom Keidel, der Leiter des Bades am Stadtwald.

Bei den Vertretern des Schul- und Vereinsschwimmsports stieß die Nachricht gestern auf große Erleichterung. „Ich bin den Stadtwerken dankbar für die schnelle Lösung“, sagte Ute Freund, die in Personalunion Kreisschulsportbeauftragte und Vorsitzende des Kreissportverbands ist. Mittelfristig würde sie sich aber eine dauerhafte Lösung wünschen. „Die Lebensdauer einer Tragluftkonstruktion ist begrenzt“, sagte Ute Freund.

Dora Wede, Trainerin bei der Startgemeinschaft Neumünster, nannte es eine „wunderbare Nachricht. Das freut uns natürlich sehr für unsere Kaderschwimmer. Ohne Training geht es nicht.“ Zurzeit laufen das Schwimmtraining der Vereine und der Schwimmunterricht der Schulen nach einem Notfallplan im Hallenbad. Alle müssen zusammenrücken. Holger Grabke, Schwimmabteilungsleiter beim SV Tungendorf, steht nur noch die halbe Stundenzahl zur Verfügung. „Mit der Übergangslösung im Hallenbad bin ich aber ganz zufrieden“, sagte Grabke. Er rechnet allerdings nicht damit, dass die neue Traglufthalle vor dem Februar stehen wird.

Trotz der jetzt schnell gefundenen Lösung halten die Stadtwerke an einem langfristigen Konzept fest. „Eine Grundsatzentscheidung für die Ausrichtung des Bades steht noch aus“, sagte Keidel. So müsse mittelfristig das 50-Meter-Becken saniert werden. Zudem läuft der Vertrag mit der Stadt für das Schul- und Vereinsschwimmen im Jahr 2016 aus. Vor dem Hintergrund dieser Rahmenbedingungen müssen auch die weiteren Konzepte für das Bad am Stadtwald noch einmal einer Prüfung unterzogen werden, hieß es gestern von den Stadtwerken.

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