Arpsdorf : Die neue Straße ist schon kaputt

Schilder weisen auf die Höchstbelastung und Geschwindigkeitsbegrenzung hin. Trotzdem wird hier schneller gefahren oder Landmaschinen, die schwerer als 15 Tonnen sind, befahren die kleine Brücke zwischen Arpsdorf und Ehndorf. Fotos: dorfer
Schilder weisen auf die Höchstbelastung und Geschwindigkeitsbegrenzung hin. Trotzdem wird hier schneller gefahren oder Landmaschinen, die schwerer als 15 Tonnen sind, befahren die kleine Brücke zwischen Arpsdorf und Ehndorf. Fotos: dorfer

Auf der kleinen Störbrücke sind nur Schritttempo und bis zu 15 Tonnen Gewicht erlaubt, aber die Autofahrer ignorieren die Vorschriften.

Avatar_shz von
27. Juli 2018, 10:00 Uhr

Arpsdorfer | Fehlinformationen, Gerüchte, Mutmaßungen – die Störbrücke zwischen Arpsdorf und Ehndorf sorgt immer wieder für Gesprächsstoff. Arpsdorfs Bürgermeister Jens Krügel ist sauer. Immer wieder halten sich Autofahrer nicht an die Tempo- und Gewichtsbeschränkung. Deswegen ist die gerade erneuerte Straße auch schon wieder beschädigt. Die Brücke war vorgestern Abend Thema auf der Gemeindevertretersitzung.

Die seit einiger Zeit existierende Geschwindigkeitsbegrenzung auf fünf Stundenkilometer wird demnach weitestgehend ignoriert ebenso wie die Fahrbahnverengung auf drei Meter. Das größte Problem, das jetzt zur Erntezeit besonders akut ist, sind die schweren Fahrzeuge, deren Gesamtgewicht 15 Tonnen überschreitet. „ Die Brücke trägt nicht mehr als 12 bis 15 Tonnen und das auch nur, wenn Schrittgeschwindigkeit gefahren wird“, erklärte Jens Krügel. „Das hat ein Gutachten ergeben, das von den Gemeinden Arpsdorf und Ehndorf in Auftrag gegeben wurde. Außerdem wurde festgestellt, dass die Brückengeländer einem Aufprall eines

Bereits nach wenigen Monaten weist die neue Asphaltdecke erhebliche Schäden auf.
Dorfer
Bereits nach wenigen Monaten weist die neue Asphaltdecke erhebliche Schäden auf.

Pkws nicht standhalten. Deshalb wurde die Geschwindigkeit über die Brücke auf fünf Stundenkilometer reduziert, denn das gilt als nahezu sichere Geschwindigkeit, bei der kein Fahrzeug Gefahr läuft, durchs Geländer zu brechen.“

Was nicht nur Jens Krügel ärgert: Auf der neuen Asphaltdecke der Straße an der Brücke zeigen sich bereits deutliche Schäden. Nach nur knapp acht Monaten sind hier auf rund 25 Metern schon Risse entstanden, die Straße muss also wieder erneuert werden. „Und das, nachdem die Gemeinden Ehndorf und Arpsdorf rund 30 000 Euro für die Erneuerung ausgeben mussten. Hier muss die komplette Deckschicht erneuert werden. Die Straße ist eben nicht für 40-Tonner zugelassen“, so Krügel weiter. „Es kann doch nicht sein, dass hier Allgemeingut wissentlich oder aus Ignoranz und Gleichgültigkeit beschädigt wird. Das können wir so nicht hinnehmen. Und das hat nichts damit zu tun, dass man den Landwirten das Befahren der Brücke generell verbieten will. Es soll nur verhindert werden, dass die Brücke eines Tages gar nicht mehr zu befahren ist. Und ich weise nochmals darauf hin, dass jeder, der sich nicht an die Beschränkungen hält, dieses auf eigene Gefahr tut und mit den Konsequenzen leben muss.“ Vermehrte Polizeikontrollen sollen besonders zur Erntezeit für die Einhaltung der Belastungsgrenze sorgen.

Außerdem ging es auf der Sitzung um das Sportlerheim, das fast fertig ist. Neben ein paar Restarbeiten steht noch die Möblierung aus. Die Namensgebung des frisch renovierten Hauses soll durch eine Bürgerbefragung per Hauswurfsendung rund vier Wochen vor der offiziellen Einweihung erfolgen. Schon jetzt wird das Sportlerheim auch für private Feiern genutzt. Beschwerden wegen der Lärmbelästigung durch zu laute Musik veranlasste die Gemeindevertreter zu dem Beschluss, eine Tonanlage anzuschaffen, die eine Lärmbelästigung minimiert. Die Nutzung der Anlage für private Feiern ist dann obligatorisch. Um den Stellenwert des Sportlerheims als neuen Mittelpunkt des Ortes zu dokumentieren, wurde beschlossen, den Kinderspielplatz auf das Gelände zu verlegen.



zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen