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Holsteinischer Courier

17. Oktober 2017 | 21:37 Uhr

Wasbek : Die neue Halle wird gebaut

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Vor der Entscheidung erhitzte die BMW die Gemüter.

Wasbek | Jetzt soll es mit dem Bau der neuen Zweifeldturnhalle in Wasbek also wirklich losgehen. Diesen Grundsatzbeschluss fassten die zwölf anwesenden Gemeindevertreter mehrheitlich auf ihrer Sitzung am Mittwochabend.

Weiterhin geschlossen mit Nein stimmten die drei Vertreter der Wählergemeinschaft Bürgerliche Mitte in Wasbek (BMW), die das Bauvorhaben mit einer finanziellen Größenordnung von rund 2,7 Million Euro (der Courier berichtete) unter anderem als zu teuer für die Gemeinde ablehnt.

Kurz vor der Abstimmung hatte die BMW-Fraktion dazu noch einen Antrag auf einen Bürgerentscheid zum Bau der Halle gestellt, der kurzfristig noch einmal für Unruhe unter den Gemeindevertretern sorgte. Insbesondere der darin genannte Passus: „Wegen eines kleinen Personenkreises im SV Wasbek schickt sich der Bürgermeister an, die finanziellen Interessen der Gemeinde Wasbek massiv zu missachten“ erhitzte noch einmal die Gemüter so, dass die Sitzung kurz unterbrochen wurde. „Wir haben in den Planungen gut vorgearbeitet. Und ich finde es unredlich, was du hier veranstaltest“, lautete dazu unter anderem der ziemlich erboste Kommentar, den Michael Rohwer (SPD) an den BMW-Fraktionsvorsitzenden Uwe Pauschardt richtete. Letztlich wurde der Antrag in der anschließenden Abstimmung jedoch dann ohne weitere Diskussion mehrheitlich ablehnt.

Vor der Gemeindevertretersitzung war das Projekt auf der Einwohnerversammlung noch einmal vorgestellt worden. Gundula Schuhmacher, Fachdienstleiterin Tiefbau bei der Stadt Neumünster, wird den Bau betreuen. Unter ihrer Aufsicht werden nun alle weiteren Planungen für das gemeindliche Mammutprojekt laufen.

Unter den Wasbekern, die sich im Vorfeld noch einmal über das Bauvorhaben informierten, herrschte fast ausnahmslos Einigkeit darüber, dass die neue Halle notwendig sei. „Wir wollen die Halle, weil wir sie brauchen. Wir freuen uns darüber, dass endlich etwas passiert“, erklärte unter anderem Brigitte Dahmke aus dem Vorstand des Sportvereins. „Der Vorschlag ist gut. Das ist eine tolle Halle. Wir müssen den Kindern die Gelegenheit geben, sich zu bewegen. Dennoch sollten alle denkbaren Möglichkeiten der Kosteneinsparung genutzt werden“, merkte Thomas Rathje an, der wie die Mehrzahl der Teilnehmer das Vorhaben, wenn auch mit Bauchschmerzen ob der Finanzierung, begrüßte. Diese wurde den Einwohnern von Michael Hollerbuhl (CDU) noch einmal erläutert. Demnach soll für die Finanzierung der 2,7 Millionen unter anderem ein Kommunaldarlehen mit einer Laufzeit von 30 Jahren herangezogen werden (der Courier berichtete). „Das ist eine große Herausforderung. Aber wir denken dabei nicht kurzfristig, sondern im Hinblick auf die Entwicklung der Gemeinde generationsübergreifend“, sagte Hollerbuhl.

Sollte sich die Gemeinde für den von den Architekten Repening und Schwarzbold-Lentz aus Büdelsdorf entwickelten Entwurf entscheiden, könnte die neue Turnhalle zum Ende des kommenden Jahres ihren Betrieb aufnehmen.  



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