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Christuskirche Einfeld : Die Musiker hatten richtig Spaß

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Konzert mit Orgel und Trompete in der Christuskirche war hochklassig und kam beim Publikum gut an.

Neumünster | „Mit unserer Musik wollen wir Ihnen eine fröhliche Stunde bereiten“, sagte Thorsten Pech zum Auftakt seines Konzertes für Trompete und Orgel am Donnerstagabend in der Christuskirche Einfeld. Thorsten Pech, Musikdirektor und Künstlerischer Leiter des Bach-Vereins Düsseldorf an der Orgel, und Uwe Komischke (Trompete), Professor an der Musikhochschule Weimar, hielten Wort und boten viel barocke Musik, vorwiegend von Hofkomponisten und -musikern quer durch Europa.

Barocke Musik war auch deshalb angesagt, weil die Einfelder Orgel vorzüglich für Barock disponiert sei, wie Pech in seiner Einleitung hervorhob. Zu Beginn spielten sie Giuseppe Torellis (1658-1709) „Concerto I für Trompete und Orgel“, das mit Allegro begann und endete. Genau so lebhaft, heiter und fröhlich folgte Johann Gottfried Walther (1684-1748) mit seinem „Concerto h-Moll del D Signr. Vivaldi“, das Pech mit Lust und Laune an der Orgel zelebrierte.

Anschließend blies Komischke Christoph Försters (1693-1745) „Concerto Nr. 2“ auf einer Corno da Caccia. Das ist ein typisches Barockinstrument, dem Horn ähnlich, aber in der Tonlage höher und auch wärmer. Dieses Corno kam auch bei Johann Sebastian Bach (1685-1750) zum Einsatz. Zum voluminösen Bach passte das Corno-Spiel vorzüglich.

Ein Caprice „Suite du deuxiéme ton“ des Franzosen Louis-Nicolas Clerambault (1676-1749) passte hervorragend ins Programm, ebenso wie der Engländer Henry Purcell (1659-1695) mit seiner Suite für Trompete und Orgel. So gelangen der Start und der Schluss mit erweckender Trompete. Bei Purcell folgte das Blasinstrument der Orgel und umgekehrt, wobei Tomischke das Grundthema noch erweiterte.

Natürlich durfte bei einem Orgelkonzert im Norden Dieterich Buxtehude (1637-1707) nicht fehlen. „Magnificat primi toni“ intonierte Pech an der Orgel. Den beiden international bekannten Musikern (26 CD- und Fernsehproduktionen als Duo) machte der Abend sichtlich Spaß: Pech an der Orgel rhythmisch, lebendig und feinsinnig; Komischke mühelos jede Höhe erreichend und mit flotten Zungenstaccati. Schade, dass lediglich 30 Gäste den fröhlichen Musikabend mit Orgel und Trompete erlebten. Sie spendeten herzlichen Applaus, der die beiden Akteure zu einer Zugabe animierte.

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