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Holsteinischer Courier

16. Dezember 2017 | 22:14 Uhr

Sozialverband : Die Mitgliederzahl steigt weiter

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Im vergangenen Jahr sind 223 Mitglieder hinzugekommen, insgesamt hat der Ortsverband gegenwärtig 3489 Mitglieder und ist der zweitgrößte Deutschlands.

Neumünster | Mit großem Abstand ist der Ortsverband Neumünster im Sozialverband Deutschland (SOVD) der größte in Schleswig-Holstein und der zweitgrößte in der gesamten Bundesrepublik. Nicht ohne Stolz konnte Astrid Abandowitz, die 1. Vorsitzende, das auf der Jahreshauptversammlung am Sonnabend im Kiek In vor 150 Mitgliedern verkünden.

Im vergangenen Jahr sind 223 Mitglieder hinzugekommen, insgesamt hat der Ortsverband gegenwärtig 3489 Mitglieder. Astrid Abandowitz bemerkte dazu: „Es macht sich deutlich bemerkbar, dass die sozialpolitische Lage in Deutschland immer prekärer wird. Immer mehr Bürger fühlen sich der komplizierten Sozialgesetzgebung gegenüber hilflos und suchen bei uns sozialrechtliche Beratung und Vertretung.“ Dass sich der Ortsverband dieser Aufgabe stellte, belegte sie mit folgenden Zahlen: 338 Anträgen mit Vollmacht steht eine Erfolgsrate von 77 Prozent gegenüber. Von 145 eingelegten Widersprüchen führten 53 Prozent zum Erfolg. Im gesamten Kreisverband erstritten die Neumünsteraner im vergangenen Jahr 332 625 Euro an Nachzahlungen und 67 607 Euro an monatlichen Zahlungen. Viele Neumünsteraner, so Astrid Abandowitz, würden Mitglieder, weil der SOVD für soziale Gerechtigkeit eintritt. Untragbar sei, dass Menschen in Vollzeit arbeiten und nicht von ihrem Verdienst leben könnten und zusätzlich auf Sozialleistungen angewiesen seien. „Daran ändert auch der Mindestlohn von 8,50 Euro nichts.“

Anschließend sprach Astrid Abandowitz über die verschiedenen Aktivitäten des Ortsverbandes – vom Sommerfest bis zur Adventsfeier und der Mehrtagesfahrt nach Polen.

Der Vorstand dankte besonders den Ehrenamtlichen, die im Singkreis, im EDV-Kurs, der Frauengruppe und dem Besucherdienst ständig aktiv sind.

Wahlen standen in diesem Jahr nicht an, sodass nach dem Kassenbericht und den Revisoren die Versammlung endete. Begonnen hatte sie, schon traditionell, mit einem Vortrag. Die Bürgerbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein, Samiah El Samadoni, stellte sich und ihr Aufgabengebiet vor. Der stellvertretende Stadtpräsident Bernd Delfs dankte in seinem Grußwort dem Verband für seine soziale Arbeit. Zum Schluss unterhielt die „Musikalische Mit-Mach-Kompanie“ der Brücke Schleswig-Holstein unter der Leitung von Wiebke Schneede die Mitglieder mit Liedern und Tänzen.

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