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Weihnachtsbesuch : Die Ministerin kam mit Geschenken

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Waltraud Wende informierte sich in der Zentralen Gemeinschaftsunterkunft am Haart über den Unterricht für Flüchtlingskinder

Zu ihrem Antrittsbesuch kam die Ministerin für Bildung und Wissenschaft nicht mit leeren Händen. Prof. Dr. Waltraud Wende (parteilos) hatte gestern drei CD-Rekorder im gepäck, als sie sich in der Außenstelle des Daz-Zentrums (Deutsch als Zweitsprache) der Mühlenhofschule in der Zentralen Gemeinschaftsunterkunft (ZGU) für Flüchtlinge am Haart über den Unterricht für Flüchtlingskinder informierte. Die dort unterrichteten Schüler können nun die in vielen Lehrmaterialen enthaltenen CDs anhören.

Die Schwerpunkte des Unterrichts liegen für die durchschnittlich 40 bis 60 Schüler dabei auf den Fächern Mathematik und Deutsch. Die unter anderem aus dem Iran, Syrien, Mazedonien und Afghanistan stammenden Kindern werden im Daz-Zentrum während ihres Aufenthaltes in der ZGU durchschnittlich drei bis vier Wochen beschult. Danach gehen sie in der Regel in den ihren Familien zugewiesenen Kreisen in Schleswig-Holstein in den Unterricht.

„Die Anzahl der Kinder ändert sich von Woche zu Woche. Oft sind die Kinder nur wenige Tage da. Manchmal bleiben sie auch ein paar Wochen. Das kommt immer ganz auf den Verlauf ihres Asylverfahrens an. Hier ist jeder Tag anders, aber wir versuchen, die Kinder so gut wie möglich auf ihren weiteren Weg vorzubereiten“, berichtete die Lehrerin Susanne Zegenhagen.

Mit der stetig steigenden Anzahl an Kindern unter den Flüchtlingen wachse der Bedarf an Beschulung und damit auch der Raumbedarf ständig, erläuterte auch der Leiter der Zentralunterkunft, Ulf Döhring.

„Rund ein Drittel der in diesem Jahr aufgenommenen 3600 Flüchtlinge sind Kinder und Jugendliche, die beschult werden müssen. Wir hoffen jedoch, dass wir mit dem anstehenden Umbau des jetzt noch leerstehenden Gebäudes auf dem Gelände die Unterrichtssituation verbessern können“, erklärte er.

Beeindruckt zeigte sich Waltraud Wende im Gespräch mit den Lehrkräften insbesondere über deren Einsatz und Enthusiasmus, mit dem sie sich diesen täglichen Herausforderungen stellen. Ebenso interessiert nahm die Ministerin die Flüchtlingsproblematik aus dem Blickwinkel der Beschulung sowie der teils traumatisierten Kinder wahr. „Ich hoffe, dass es für die Kinder heute einen kleinen Moment der Freude gab“, sagte sie am Ende durchaus auch ein bisschen ergriffen.

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