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Holsteinischer Courier

23. Oktober 2017 | 01:06 Uhr

Nordbau : Die Messe wird zur Jobbörse

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Fachkräftemangel lässt grüßen: Immer mehr Firmen nutzen die Nordbau, um sich als Arbeitgeber ins Gespräch zu bringen.

Neumünster | Wenn vom 10. bis 14. September wieder die Nordbau ihre Tore öffnet, wird es einen immer größeren Trend geben: Nordeuropas größte Baufachmesse entwickelt sich auch weiter in Richtung einer Jobbörse für die große Branche Bauen und Wohnen. Der Fachkräftemangel lässt grüßen.

„Immer mehr Firmen nutzen die Nordbau mittlerweile auch, um sich als Arbeitgeber ins Gespräch zu bringen“, sagte Dirk Iwersen, Geschäftsführer der Holstenhallen (und der Nordbau). In vielen Teilen der Baubranche werde es immer schwerer, Lehrlinge und Facharbeiter zu finden. „Aber auf dem Bau zu arbeiten, heißt ja heute längst nicht mehr, ständig Mörtel an den Fingern zu haben und Steine zu schleppen“, sagte Iwersen. Auf dem Bau sei längst Hochtechnologie zu finden, dort werde mit GPS und Laptop gearbeitet.

Um das zu transportieren, gibt es auf der Nordbau an allen Tagen diverse Aktionen. Die Ausbildungszentren präsentieren sich ebenso wie die Arbeitsagentur, die Zimmerer und die Industrie, die Dachdecker bringen ihren Ausbildungs-Lkw mit. Das Bauhauptgewerbe informtiert über Ausbildungsberufe und Studienmöglichkeiten, eine „Gläserne Baumaschine“ ist zu sehen, die Lebende Baustelle ist wie immer dabei und nicht zuletzt heißt eine Veranstaltung „Kräfte messen – Wohin geht dein Weg?“

Auf der „Nordjob Bau“ stehen am 11. September diverse Firmen- und Personalchefs für Informations- und Bewerbungsgespräche zur Verfügung. Das Flensburger Institut für Talententwicklung (IFT) hat im Vorfeld viele Schulen besucht und für interessierte Jugendliche ein professionelles Programm zusammengestellt: Die werden mit Bussen vorgefahren und auf der Messe an die richtigen Orte geführt. Und dann hat der Schüler, der sich ganz allgemein für die Baubranche interessiert, um 11 Uhr ein Gespräch bei Firma A, um 11.45 Uhr bei Firma B und danach noch eines bei Firma C. Im vergangenen Jahr haben schon 1600 Schüler dieses Angebot genutzt, und dieses Jahr dürften es eher noch mehr werden. Wer noch Interesse hat, kann sich unter Tel. 040-/2 26 90 98 11 an das IFT wenden.

Seine Feuertaufe wird auf der Nordbau das neue Foyer hinter der Halle 1 erleben. Hier wird die zentrale Anlaufstelle für die Beratung sein, weil dort auch die großen Branchenverbände ihre Stationen haben: Bauindustrieverband, Arbeitsgemeinschaft Zeitgemäßes Bauen, Haus und Grund, Baugenossenschaft und andere.

Rund 900 Aussteller haben dafür gesorgt, dass die Messe seit Monaten ausgebucht ist. Stammgästen wird auffallen, dass auf dem südlichen Geländeteil (quasi hinter dem Hotel Prisma) die größte Zelthalle um 90 Grad gedreht wurde und dort ein neuer Südeingang errichtet wird.

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