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Holsteinischer Courier

20. August 2017 | 04:30 Uhr

Die meisten wollen zu Hause bleiben

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Pflegestützpunkt informierte über Wohnen im Alter

Wie gebrechlich sind wir im Alter? Und was können wir tun, damit wir dennoch ein lebenswertes Leben führen können? – Antworten auf solche und ähnliche Fragen erhofften sich die knapp 20 Besucher, die jetzt den Vortragsabend „Wohnen im Alter“ vom Pflegestützpunkt der Stadt besuchten.

Referentin Kersten Andresen stellte den Besuchern im Rathaus zunächst den Stützpunkt und seine Aufgaben vor, bevor sie auf spezielle Fragen zur Altersvorsorge einging. Die meisten Menschen wünschten sich, im Alter zu Hause zu wohnen, stellte sie fest. Unterstützung könnten dabei Betreuungsdienste mit individuellen Hilfen im Haushalt oder Pflegedienste leisten, die Hilfen bei der Körperpflege anbieten. Auch Servicedienste wie Essen auf Rädern oder Notrufsysteme könnten Senioren, die noch zu Hause wohnen, das Leben spürbar erleichtern.

Gleichzeitig warb Andresen aber auch für das „betreute Wohnen“ in Wohnanlagen. „Betreutes Wohnen heißt nicht Betreuung rund um die Uhr. Jeder kann sich entscheiden, welchen Service er wünscht und welchen nicht“, räumte sie mit einem weit verbreiteten Irrtum auf.

Als Alternative stellte sie die Senioren-WG vor, die in Neumünster zwar noch eher die Ausnahme, aber stark im Kommen sei, wie Andresen sagte. Vorteil dieser Wohnform: In der Regel gehe es in der WG „sehr familiär“ zu.

Die umfangreichste Hilfe bietet schließlich das Pfegeheim an: „Es ist Rundumbetreuung, um alt zu werden, mit dem Vorteil, dass jeder die Gewissheit hat, nötige Hilfe sofort und direkt zu erhalten“, sagte Andresen.

Viele Fragen der Besucher kreisten um die Finanzierung von Pflegehilfen oder Wohnheimplätzen. Andresen verwies auf eine Vielzahl staatlicher Beihilfen. Wie stark die ausfielen, hänge aber vom individuellen Fall ab. Ihr Tipp: „Fragen Sie uns, bevor Sie etwas entscheiden!“ Der Pflegestützpunkt der Stadt ist unmittelbar neben dem Seniorenbüro am Großflecken 71 zu Hause: Tel. 942-2745.


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erstellt am 14.Apr.2016 | 18:48 Uhr

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