Krogaspe : Die letzten Storchenkinder bekamen ihre Ringe fürs linke Bein

Großes Interesse erzeugt der Storchennachwuchs auch bei den Krogasper Kindergartenkindern. Sie durften die Tiere sogar streicheln.
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Großes Interesse erzeugt der Storchennachwuchs auch bei den Krogasper Kindergartenkindern. Sie durften die Tiere sogar streicheln.

In Krogaspe wurde der Storchennachwuchs beringt.

shz.de von
24. Juli 2015, 08:00 Uhr

Krogaspe | Mit der Beringung des Storchennachwuchses aus dem Nest an der alten Meierei bei Familie Hamann in Krogaspe ist die Saison für die Storchenbetreuer im Großraum Neumünster nun beendet. Zuletzt hatte hier im Jahr 2011 ein Paar erfolgreich gebrütet.

„Das Elternpaar hat das Nest erst am 28. April besetzt. Das ist schon spät. Noch später, erst Anfang Juni, kamen die Störche in Groß Kummerfeld. Doch diese brüteten dann gar nicht mehr“, berichtete der Storchenbeauftragte und Ehrenvorsitzende des Naturschutzbundes (Nabu) Neumünster, Peter Hildebrandt.
Sonst seien alle Störche in der Region pünktlich gewesen. „Doch durch Storchenkämpfe gingen viele Gelege verloren. Und ein Nachgelege wurde dann oft nicht mehr getätigt“, berichtete er weiter.

Neue Horste wurden in Loop, Bad Bramstedt-Bissenmoor, Krogaspe, Armstedt und Groß Kummerfeld besetzt. Keine Paare fanden sich dagegen entgegen der Vorjahre in Blumenthal, Fiefharrie, Aukrug Innien und Homfeld sowie in Großasperfeld ein. „Insgesamt kamen, wie auch in den den beiden Vorjahren, 22 Paare zusammen. Von diesen blieben jedoch neun Horstpaare ohne Nachwuchs“, erklärte Peter Hildebrand. Neben den Krogasper „Storcheneltern“ Marianne und Willi Hamann und einigen Nachbarn hatten es sich auch die Kinder aus der benachbarten Kindertagesstätte nicht nehmen lassen, dem Beringer Jörg Heyna zuzuschauen, der extra aus Lohe-Rickelshof in Dithmarschen angereist war. Und weil dieser die Jungstörche am Boden mit ihren „Ausweisen“ versah, durften die Kinder die Jungstörche sogar auch einmal vorsichtig streicheln.

„In diesem Jahr beringen wir die Störche wegen des ungeraden Jahres am linken Bein. In geraden Jahren ist dann das rechte dran. Damit haben wir eine zusätzliche Kontrolle bei der Überprüfung der Daten“, erklärte Heyna.

Wieder ins Nest zurückgebracht, dauerte es auch nicht lange, bis die Altvögel sich wieder zu ihrem Nachwuchs gesellten, um sicherzustellen, dass die beiden die Aktion unbeschadet überstanden hatten.  





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