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Besondere Freundschaft : Die Langbehns aus Tungendorf und Oregon

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Christoph Langbehn aus Neumünster lernte in den USA das Ehepaar Langbehn kennen. Zusammen erforschen sie nun, ob sie miteinander verwandt sind.

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erstellt am 26.Jun.2015 | 07:00 Uhr

Neumünster | Es war ein Zufall, mit dem Christoph Langbehn nie im Leben gerechnet hätte: Vor fünf Jahren nahm der Pilot aus Tungendorf im Dienste der Luftwaffe an einer Übung mit der US Air Force im US-Bundesstaat Idaho teil. Als er in der Stadt Mountain Home im Hotel eincheckte, machte ihn die Rezeptionistin darauf aufmerksam, dass sich noch zwei weitere Besucher namens Langbehn auf der Gästeliste befänden. Es kam zum Treffen an der Hotelbar, und das war der Beginn einer ganz besonderen Freundschaft. Fünf Jahre später stehen die Langbehns von beiden Seiten des Atlantiks noch immer in Kontakt. Bei einem Neumünster-Besuch des Ehepaars forschen sie nun nach möglichen gemeinsamen Wurzeln.

„Ich bin damals aus allen Wolken gefallen, weil ich nie gedacht hätte, dass mein Name in den USA präsent ist“, erinnert sich Christoph Langbehn (33). Mit Russell James (67) und dessen Frau Crystal Langbehn unterhält er sich auf Englisch.

Wie sich schon damals an der Hotelbar herausstellte, scheint es auf den ersten Blick keine Verwandschaft zu geben. Bekannt ist aber, dass Russell Langbehns Ur-Opa Henry 1861 in Deutschland geboren wurde. Über dessen Vater, der ebenfalls Henry hieß, ist im Familienstammbaum registriert, dass er 1838 in Schleswig-Holstein zur Welt kam. Aufgeführt ist ebenfalls eine Frau des Ur-Großvaters, Augusta Jansen, die 1862 im ostholsteinischen Grube geboren wurde. „Das ist interessant, weil meine Ur-Großeltern auch aus Grube stammen. Konkrete Übereinstimmungen haben wir bislang nicht gefunden, aber irgendeine Verbindung muss es doch geben“, sagt Christoph Langbehn, der nun auf die Courier-Leser hofft: „Ich weiß, dass es in Neumünster mehrere Langbehns gibt. Vielleicht hat jemand anhand seines Stammbaums recherchiert und kann sagen: ‚Ja, dieser Henry gehört zu unserer Familie.‘“

Das amerikanische Ehepaar Langbehn will heute nach Grube reisen und im Archiv der Gemeinde weitere Nachforschungen anstellen. „Es ist diese Neugierde, wissen zu wollen, wo man herkommt“, sagt Russell Langbehn. Seine Frau ergänzt: „Sowas macht die eigene Geschichte einfach lebendiger.“

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