Clubs : Die Ladies verdienen ihr eigenes Geld

Der neue Ladies Circle (v. l.): Christina Biallas, Mira Hamann, Kerrin Lehmann, Anne Pelletier, Kathleen Krüger, Tineke Lehmann, Kathrin Grebenkow, Sandra Schulz, Julia Krieger, Viktoria Getz, Stefanie Selck, Yvonne Rauch, Melanie Raabe, Janina Phillipp, Anne-Kathrin Bohn, Melanie Quednau. Es fehlen Regine Mückenheim und Kerstin Grümmer.
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Der neue Ladies Circle (v. l.): Christina Biallas, Mira Hamann, Kerrin Lehmann, Anne Pelletier, Kathleen Krüger, Tineke Lehmann, Kathrin Grebenkow, Sandra Schulz, Julia Krieger, Viktoria Getz, Stefanie Selck, Yvonne Rauch, Melanie Raabe, Janina Phillipp, Anne-Kathrin Bohn. Es fehlen Melanie Quednau, Regine Mückenheim und Kerstin Grümmer.

Neuer Serviceclub hat sich gegründet / Mitglieder können Frauen zwischen 18 und 45 Jahren sein / Erster Auftritt ist auf der Weinköste

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21. Juli 2015, 17:00 Uhr

Neumünster | Serviceclubs werden in Neumünster nicht alle Tage gegründet, und besonders selten ausschließlich von Frauen. Seit kurzem ist „Ladies Circle 13 Neumünster“ am Start. LC 13 hat von seiner Bundesorganisation den offiziellen Status „in Gründung“ sowie die Nummer 13 verliehen bekommen und wird in etwa einem Jahr als vollwertiges Mitglied aufgenommen. LC 13 ist der neunte Serviceclub in Neumünster und die dritte reine Frauenriege.

Ein Detail unterscheidet den Ladies Circle (englisch „Damen-Kreis“) von den anderen Frauenclubs wie Inner Wheel und Zonta: Wer hier eintritt, weiß auch gleich, wann er wieder ausscheidet. „LC ist für Frauen von 18 bis 45 Jahren. Danach muss man den Club verlassen“, sagt die Gründungspräsidentin Sandra Schulz. Das kommt aus der Geschichte heraus, denn gegründet wurde LC vor 85 Jahren in England als Club für die Frauen der Mitglieder im Round Table (dort ist allerdings schon mit 40 Jahren Schluss). Die Koppelung an RT ist zwar aufgehoben, aber tatsächlich sind Tabler-Frauen die Keimzelle von LC 13; rund die Hälfte der zurzeit 18 Mitglieder ist mit einem Round Tabler verheiratet oder liiert.

Sandra Schulz war schon eine Weile LC-Mitglied in Kiel und fand, dass Neumünster einen eigenen Club haben sollte. Nach nur einem Treffen der Neumünsteraner Tabler-Frauen hatte sie fast schon Zusagen in Clubstärke und schob das offizielle Gründungsverfahren an. Die deutsche LC-Präsidentin Julia Stratmann reiste extra nach Neumünster und gab ihren Segen. Auch ein eigenes Logo haben die Ladies schon: Es zeigt einen stilisierten Schwan und hat, entsprechend der Tischnummer, 13 Ecken.

Die LC-Damen führen bereits ihr Clubleben, treffen sich monatlich, hören sich zu, lernen sich kennen. „Wir kommen aus verschiedenen Berufen, haben ganz unterschiedliche Hintergründe und lernen voneinander“, sagt Sandra Schulz. Die Bandbreite der Berufe reicht von Lehrerin bis Bankkauffrau, von Biologin über Augenoptikerin, Steuerfachfrau bis zur Personalleiterin. Neue Mitglieder suchen sie derzeit nicht mehr, sondern sie wollen sich erst einmal finden und zusammenwachsen.

Als Serviceclub will LC natürlich auch karitativ tätig werden und orientiert sich damit an der Einstellung der Tabler: „Wir wollen Gutes tun, ohne das eigene Portemonnaie zu öffnen, also selber etwas anpacken“, sagt Stefanie Selck, die Sekretärin des jungen Clubs. Der Premierentermin steht schon fest, denn bei der Weinköste (10. bis 12. September) werden die Mitglieder einen eigenen Stand betreiben. Und beim Entenrennen der Round Tabler am 27. September sind sie für den Getränkeverkauf verantwortlich. „Dafür kriegen wir dann aber auch die Einnahmen!“, sagen die Damen selbstbewusst. Sie haben sich bereits entschieden, dass ihre ersten erarbeiteten Gelder als Spende an den Kinderschutzbund in Neumünster fließen werden.

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