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Holsteinischer Courier

20. November 2017 | 03:26 Uhr

Messtorffweg : Die Klosterbad-Ruine verschwindet

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Lindhorst-Gruppe hat mit dem Abriss begonnen. In sechs Wochen könnte der Neubau eines Altenheims und von etwa 35 Wohnungen starten

von
erstellt am 10.Mai.2017 | 08:00 Uhr

Neumünster | An der Ecke Klosterstraße/Meßtorffweg verschwindet ein gefährlicher Schandfleck: Bagger reißen die Reste des ehemaligen Klosterbades ein und haben den Bauschutt zu einem großen Haufen aufgetürmt. Die Lindhorst-Gruppe aus Winsen an der Aller, die das Grundstück im vergangenen Jahr gekauft hat, gab damit das Signal für den Bau eines Alten- und Pflegeheims und von bis zu 35 Wohnungen.

„Wir haben die Teilbaugenehmigung für den Abriss und den Bodenaushub und warten nun darauf, ganz kurzfristig auch die Hochbaugenehmigung zu bekommen“, sagte Lindhorst-Geschäftsführer Christian Möhrke auf Courier-Anfrage. „Von unserer Seite sind alle nötigen Planungsarbeiten abgeschlossen“, so Möhrke. Er gehe davon aus, in etwa sechs Wochen mit dem Hochbau beginnen zu können. Die Bauzeit soll dann etwa 15 Monate betragen.

Auf dem 7500 Quadratmeter großen Grundstück entsteht ein Alten- und Pflegeheim mit 112 Plätzen und bis zu drei Vollgeschossen. Betreiber werde die Mediko-Gruppe sein, die zur Lindhorst-Gruppe gehört und 20 ähnliche Einrichtungen in ganz Norddeutschland unterhält, berichtete Christian Möhrke. Das Unternehmen baut also für den eigenen Bedarf.

Zusätzlich sollen zum Gesundheitsamt hin etwa 35 barrierefreie Wohnungen zur Vermietung entstehen, „für die wir in Kürze einen Bauantrag einreichen“, sagte Möhrke. Die Verträge für die Einzelgewerke mit regionalen Handwerksbetrieben würden gerade geschlossen, sagte Möhrke. Es würden ausreichend eigene Stellflächen auf dem Grundstück entstehen.

Überzeugt hatte die Lindhorst-Gruppe die gute Lage in der Innenstadt. „Wir bauen hier ein eigenes kleines Quartier, das sich schön in die Umgebung einfügt“, sagte Christian Möhrke und fügte hinzu: „Das ist für uns eine Chance und für die Stadt eine Bereicherung.“

Das sieht die Stadtplanung genauso. „Wir sind froh, dass die Ruine verschwindet und dort etwas Neues entsteht, auch im Bereich Wohnen“, sagte Bernd Heilmann, Abteilungsleiter beim Fachdienst Stadtplanung und Stadtentwicklung. Er begrüßt die Mischung aus Alten- und Pflegeheim und einer Wohnnutzung. „Das wertet das Quartier auf und schließt die Lücke entlang der Klosterstraße und des Meßtorffwegs“, sagte Bernd Heilmann. Dort entwickele sich ein innenstadtnahes Quartier mit Wohnraum, vergleichbar mit der Caspar-von-Saldern-Straße. In jenem Areal zwischen Plöner Straße, Haartallee und Brüggemannstraße bauen die Neumünsteraner Firmen Böge und Heuchert exklusive Eigentumswohnungen (der Courier berichtete).

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