Neumünster: Geburtenbilanz im FEK : Die kleine Tuana ist das erste Baby im neuen Jahr

Mit der frischgebackenen Mutter Meltem Tanrikulu (32) und ihrem Töchterchen Tuana freute sich Oberärztin Dr. Melanie Pia Bauch.
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Mit der frischgebackenen Mutter Meltem Tanrikulu (32) und ihrem Töchterchen Tuana freute sich Oberärztin Dr. Melanie Pia Bauch.

Wunschkind eines Ruthenberger Paares kam am 2. Januar um 6.41 Uhr nach kurzen Wehen zur Welt. 2017 wurden 1035 Kinder im FEK geboren.

shz.de von
03. Januar 2018, 08:30 Uhr

Zufrieden und mit einem Lächeln lag die kleine Tuana gestern im Arm ihrer Mutter Meltem Tanrikulu: Das 2620 Gramm schwere Mädchen der 32-jährigen Ruthenbergerin war die erste Geburt im Friedrich-Ebert-Krankenhauses (FEK) im neuen Jahr. „Stichtag war eigentlich der 11. Januar, sie ist etwas früher gekommen, aber relativ zügig. Um kurz vor 5 Uhr waren mein Mann Yilmaz und ich im Krankenhaus, um 6.41 Uhr ist sie zur Welt gekommen“, freute sich die medizinische Fachangestellte.

Es ist das zweite Kind des Paares – Sohn Mehmetcan (3) hat jetzt die Rolle des großen Bruders. „Mein Mann war bei der Geburt dabei, hat mich unterstützt, mir die Hand gehalten“, sagte Meltem nur ein paar Stunden nach der Geburt fröhlich und entspannt. Am wichtigsten für sie: „Tuana ist gesund und munter, hat schon zweimal getrunken und schläft jetzt. Beides waren für uns Wunschkinder.“

Bis zum Jahresende kamen im FEK 1035 Kinder zur Welt, davon 482 Mädchen und 552 Jungen. Damit ist zum zweiten Mal hintereinander die 1000er-Marke geknackt (2016: 1036 Kinder). Das schwerste Baby wog 4930 Gramm, es gab 16 Zwillingsgeburten. Im August kamen mit 114 am meisten Kinder zur Welt (2016: 104 im September), im Juni waren es mit 63 Geburten am wenigsten (2016: 74 im Juni). 23 Kinder kamen per Hockergeburt auf die Welt (11), 15 wurden im Wasserbecken entbunden (8).

Eine positive Bilanz zog Dr. Ivo Heer, Chefarzt der Frauenklinik, in puncto Kaiserschnitt-Rate: „Der Durchschnitt bundesweit beträgt 32 Prozent. Wir haben im vergangenen Jahr unsere Rate auf 23,1 Prozent gesenkt, eine überaus erfreuliche Entwicklung.“ Gelungen sei das vor allem aufgrund der guten Zusammenarbeit von Geburtshelfern, Anästhesisten, Hebammen und Ärzten. Eine natürliche Geburt sei für Mütter und Kinder deutlich besser: „Für Mütter ist die Rückkehr ins Wochenbett mit weniger Schmerzen verbunden. Sie können besser stillen und eine bessere Bindung zum Kind entwickeln. Kinder müssen deutlich kürzere Zeit auf der Intensivstation verbringen, sie trinken leichter und ihre frühkindliche Entwicklung verläuft besser.“

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