Wasbek : Die Kirche soll die Dörferkontakte beleben

Bei einer Kunstaktion hat  Pastor Andreas  Rohwer die  Statue aus Plastik von Martin Luther erworben – schon im Hinblick auf  500 Jahre Reformation im Jahr 2017.
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Bei einer Kunstaktion hat Pastor Andreas Rohwer die Statue aus Plastik von Martin Luther erworben – schon im Hinblick auf 500 Jahre Reformation im Jahr 2017.

Die Kirchengemeinde hat die Ergebnisse einer Umfrage vorgestellt.

shz.de von
22. November 2013, 09:00 Uhr

Eine gewaltige Welle der Empörung gab es in Wasbek, als vor eineinhalb Jahren Bäume rund um die Friedenskirche gefällt werden sollten. „Die Diskussionen haben uns gezeigt, dass viele Menschen am Geschehen in der Gemeinde Anteil nehmen und gehört werden möchten“, betonte Pastor Rohwer auf der Gemeindeversammlung am Mittwoch im Haus der Kirche.

Gegen das Fällen von Bäumen im Zusammenhang mit einer Neu- und Umgestaltung der Außenanlagen rund um die Kirche hatte es Bürgerprotest gegeben. Auch wurde gegenüber dem Kirchengemeinderat der Vorwurf erhoben, Anliegern und Gemeindemitgliedern kein Mitspracherecht bei der Vorplanung eingeräumt zu haben. Nach einer Gemeindeversammlung im vorigen Jahren mit umfassenden Infos zum Vorhaben verstummte der Protest. Danach wurden einige kranke Bäume entfernt und kürzlich an der Straßenfront ein bepflanzter Friesenwall angelegt, von dem die große Mehrheit der Wasbeker begeistert ist.

Nach Aussage von Pastor Andreas Rohwer sollen noch der Weg zum Eingang der Friedenskirche sowie der Eingangsvorplatz umgestaltet werden. Im Gespräch ist auch ein so genannter Bibelgarten mit Kräutern und Heilpflanzen, die in der Bibel erwähnt sind.

Zentrales Thema auf der Versammlung unter der Überschrift „Mehr als nur Bäume“ waren die Ergebnisse einer Mitgliederumfrage, die über die Sommerpause gelaufen war. Daran nahmen 79 Personen (3,6 Prozent aller Mitglieder) teil. So bezieht unter anderem die große Mehrheit der Befragten ihre Information über das Gemeindeleben über den Gemeindebrief, gefolgt vom Holsteinischen Courier und persönlichen Kontakten. Als besonders wichtig wurden die Gottesdienste eingestuft. Mit neuen Impulsen versehen werden sollte der Kontakt der angehörigen Gemeinden mit Arpsdorf, Ehndorf und Padenstedt. Den Spitzenplatz bei den Angeboten nehmen Konzerte ein. Dahinter folgen Waldgottesdienste und Gemeindeausflüge. Gewünscht werden Gottesdienste mit modernem Musikprogramm wie auch Trauerfeiern und Beerdigungen an Freitagen ab 14 Uhr. Gottesdienste und Seelsorge sollen nach mehrheitlicher Meinung der Befragten ganz oben auf der Aufgabenliste eines Pastors stehen.

„Die Umfrage ergab, dass unser Gemeindeleben gut ankommt und vielfältig ist“, hielt Pastor Rohwer, der für den erkrankten Kirchengemeinderatsvorsteher Herbert Geil die Versammlung leitete, zufrieden fest. Eine verstärkte Jugendarbeit, Angebote für Frauen, ein diakonisches Mitwirken bei sozialen Projekten, mehr Vortagsabende, eine Belebung der Dörferkontakte und mehr Konzerte mit Gast-Chören nahmen die Teilnehmer der Versammlung als Auftrag an.




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