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Rendswühren : „Die Kinder hier spielen nicht Feuerwehr, sondern Jogi Blunk“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Lohnunternehmen feierte mit über 10 000 Besuchern das 35-jährige Bestehen.

Rendswühren | Es hatte regelrecht Volksfest-Charakter: Zum 35-jährigen Bestehen hatte das Lohnunternehmen Blunk zum Tag der offenen Tür geladen, und etwa 10 000 bis 15 000 Besucher kamen auf das Firmengelände am Rendswührener Weg. Alle fünf Jahre richtet Firmengründer Joachim Blunk (63), der am 1. April 1982 als Ein-Mann-Lohnunternehmer begann, das Fest aus. „Hier informieren sich Landwirte und Zulieferer, die auch aus der Schweiz, Polen und Österreich gekommen sind“, erklärte Joachim Blunk weiter, der bei der Bundesbahn Maschinenschlosser gelernt und dann auf die Landwirtschaft umgesattelt hat. Mittlerweile beschäftigt der Rendswührener, der auf dem elterlichen Hof im Dorf zur Welt gekommen ist, 250 Angestellte.

Einen riesigen Fuhrpark und jede Menge Fachinformationen bekamen die Besucher auf dem begrünten Gelände geboten, und viele Familien waren extra gekommen, weil die Kinder große Trecker oder Mähdrescher einmal aus der Nähe ansehen wollten. „Die Kinder hier auf den Dörfern spielen nicht Feuerwehr oder Polizei, sondern Jogi Blunk“, sagte ein Besucher und malte damit ein deutliches Bild vom Image des Unternehmens.

Am Tag der offenen Tür konnten die Kinder dann auch auf die ausgestellten Fahrzeuge klettern, auf einer Hüpfburg toben oder „Hau-den Lukas“ spielen. „Ich fand den großen Mähdrescher besonders klasse, denn mit meiner Oma fahre ich auch immer zu einem Bauernhof“, sagte Jarno Hansen (7) aus Neumünster. Ein besonderer Hingucker war ein Fendt-Trecker mit 520 PS, nach Angaben Blunks der zurzeit größte weltweit. Mit diesem enormen Fahrzeug durften Freiwillige unter Hilfe eines Mitarbeiters versuchen, in Feinstarbeit eine Wippe so zu befahren, dass sie in der Waagerechten bleibt.

Viel Aufmerksamkeit bei Groß und Klein zog auch eine Miniaturbaustelle auf sich, an der der Süddeutsche Ralf Seidl, seine Ehefrau Anja und sein Sohn Marco mit Modellbaggern-und Lastern per Fernsteuerung Baggerarbeiten simulierten. Reichlich Imbissbuden und eine Kaffeetafel boten Stärkungen an.

Joachim Blunk hat neben dem Muttersitz in Rendswühren Standorte in Mecklenburg-Vorpommern (seit 2004), Sachsen-Anhalt (2013) und seit dem Frühjahr 2017 auch im Schleswig-Holsteinischen Holtsee. Einen besonders großen Teil des Lohnunternehmens macht das Ausbringen von Gülle aus, wie der Familienvater erklärte: „Jährlich bringen wir 1,2 Millionen Kubikmeter Gülle im Gesamtbetrieb aus.“ Stolz zeigte sich der Chef auf seine Mitarbeiter: „Ohne sie sind wir nichts, sie stützen 90 Prozent des Betriebs.“

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