Die Karten werden neu gemischt

<strong>Ungewisse Zukunft:</strong> Noch ist nicht klar, in welcher Handballklasse die SG Wift und Bennet Kretschmer 2010/2011 große Sprünge machen werden. Nach aktuellem Stand wären die Wittorfer nur SH-Ligist, doch noch dürfen sie auf die neue Oberliga hoffen. Foto: sell
Ungewisse Zukunft: Noch ist nicht klar, in welcher Handballklasse die SG Wift und Bennet Kretschmer 2010/2011 große Sprünge machen werden. Nach aktuellem Stand wären die Wittorfer nur SH-Ligist, doch noch dürfen sie auf die neue Oberliga hoffen. Foto: sell

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13. April 2010, 03:59 Uhr

neumünster | Die Handballsaison 2009/2010 neigt sich allmählich dem Ende entgegen, und mit dem Start in die Serie 2010/2011 tritt die neue Strukturreform in Kraft. Um die stärkste Liga der Welt zu festigen, sollen die Spielklassen im deutschen Handball zukünftig professioneller aufgestellt werden.

Das Unterhaus, also die 2. Bundesliga, wird ab 2011 eingleisig gefahren, die sich da raus ergebenden Einschnitte im Amateurhandball kommen bereits jetzt auf die Vereine zu.. Die bislang fünf Regionalligen werden zum Ende der Saison 2009/2010 aufgelöst, dafür wird eine viergleisige 3. Liga mit insgesamt 62 Mannschaften im ersten Jahr und später mit 64 Mannschaften, aufgeteilt in vier Staffeln (bei den Frauen 56 Mannschaften in vier Staffeln), eingerichtet. Die Oberligen werden von 16 auf zwölf reduziert, mehrere Oberligen werden zusammengelegt oder müssen sich einen Aufstiegsplatz teilen. Die beiden Landesverbände Hamburg und Schleswig-Holstein stellen ab der kommenden Serie jeweils eine Frauen- sowie eine Männerstaffel mit je 14 Mannschaften in der neuen Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein. Für die jeweilige Staffel stellt Schleswig-Holstein neun und Hamburg fünf Mannschaften - inklusive eventueller Absteiger aus der Regionalliga. Die bisherigen Oberligen bleiben als fünfte Spielklasse bestehen, erhalten jedoch einen anderen Namen; im Norden dann "Schleswig-Holstein-Liga" oder "Hamburg-Liga". Da runter bleibt die Einteilung mit Landes-, Kreisober- und Kreisliga sowie Kreisklasse(n) bestehen.

In Sachen Auf- und Abstieg gibt es auf Grund der Reform Änderungen, die bis ins Jahr 2012 greifen und die an dieser Stelle einmal aufgeführt werden.

Veränderungen im Handball 2010/2011:

2. Bundesliga: Die beiden letzten Teams jeder Staffel steigen in die neue 3. Liga ab (bei den Frauen zusätzlich der Verlierer der Relegation der Zehntplatzierten).

Regionalliga/3. Liga: Die jeweiligen Regionalligameister steigen direkt in die 2. Bundesliga auf. Die Mannschaften auf den Plätzen 11 und tiefer (bei den Frauen Platz 10 und tiefer) steigen in die Oberliga ab. Es findet kein gleitender Abstieg mehr statt. Da die Aufteilung der Staffeln nach geographischen Gesichtspunkten und nicht nach Verbandsgrenzen erfolgt und künftig jährlich vorgenommen wird, kann es zu Wechseln einzelner Vereine innerhalb der Staffeln kommen.

Oberliga (OL), bestehend aus 14 Mannschaften: Alle elf Oberligameister steigen in die neue 3. Liga auf. In der OL Hamburg/Schleswig-Holstein werden die neun Plätze aus dem Landesverband Schleswig-Holstein durch alle Mannschaften, die aus der Regionalliga absteigen und zum HVSH gehören, sowie dem Oberligameister belegt, falls Letzterer das Entscheidungsspiel gegen den Titelträger aus Hamburg verliert. Die restlichen freien Plätze (bis zur Gesamtzahl von neun) werden mit den Teams ab Platz 2 der jetzigen Oberliga Schleswig-Holstein besetzt.

Schleswig-Holstein-Liga (bisherige Oberliga), bestehend aus zwölf Mannschaften: In der SH-Liga starten alle Mannschaften, die kein Startrecht in der neuen Oberliga erhalten und keine Regelabsteiger der alten Oberliga sind. Die Landesligameister steigen direkt auf und belegen drei Plätze. Die restlichen freien Plätze werden durch die Tabellenzweiten der Landesligen aufgefüllt. Sollten insgesamt noch drei weitere freie Plätze zur Verfügung stehen, steigen die Vizemeister ohne Entscheidungsspiele direkt auf, bei vier freien Plätzen steigt sogar noch der Sieger aus den Entscheidungsspielen der Tabellendritten auf.

Landesligen (werden von 16 auf zwölf Mannschaften verkleinert): Startrecht haben alle Teams, die nicht in die Schleswig-Holstein-Liga aufsteigen, sowie die zwei Regelabsteiger aus der bisherigen Oberliga. Für die Staffel Mitte gilt: Die Meister aus den Kreisoberligen (KOL) Mitte und Förde steigen direkt auf, alle weiteren freien Plätze werden durch die Tabellenzweiten aus der KOL Mitte und Förde besetzt, je nach Anzahl der freien Plätze werden hierzu Entscheidungsspiele ausgetragen, die auch noch die Tabellendritten betreffen könnten, wenn fünf freie Plätze vorhanden sind.

Kreisoberligen Region Mitte: Da vermutlich erst Anfang Juni feststehen wird, wie die neue Einteilung in den oberen Klassen aussieht, kann die Aussage, ob und wie viele Aufsteiger es in die Kreisoberliga geben wird, erst gemacht werden, wenn die Einteilung der Landesliga Mitte feststeht. Vorsorglich wird aber mit den Vizemeistern der Kreisligen Rendsburg-Eckernförde, Neumünster und Steinburg eine Aufstiegsrunde gespielt.

VERÄnderungen im Handball 2011/2012:

2. Bundesliga: Die letzten acht Teams der Männer (bei den Frauen vier) jeder Staffel in der 2. Bundesliga steigen in die 3. Liga ab. Die beiden Zehntplatzierten (bei den Frauen die Achtplatzierten) spielen eine Relegationsrunde mit den vier Staffelmeistern der 3. Liga. In einer einfachen Runde mit je einem Heimspiel pro Team wird ein Teilnehmer für die 2. Bundesliga 2011/2012 ermittelt. Die übrigen vier Teams spielen in der 3. Liga. Dies führt dazu, dass maximal zwei, im Extremfall sogar keine Mannschaft aus der 3. Liga in die 2. Bundesliga aufsteigt.

3. Liga: Die vier Staffelmeister müssen in der Relegationsrunde mit den beiden Zehnten (bei den Frauen Achten) um zwei Startplätze in der 2. Bundesliga antreten. Die Mannschaften ab Platz 9 (bei den Frauen Platz 10) steigen in die Oberligen ab. Hierbei handelt es sich um einen Sonderabstieg, ab der folgenden Saison spielen regulär 64 Mannschaften (4 Staffeln á 16 Teams) in der 3. Liga.

Oberliga: Die Meister von zehn Oberligen und der Vizemeister Baden-Württemberg (entfällt bei den Frauen) steigen direkt in die 3. Liga auf. Der zwölfte Aufsteiger wird zwischen dem Meister von Niederrhein und Mittelrhein im Hin- und Rückspiel ermittelt.

verÄnderungen im Handball 2012/2013:

1. Bundesliga: Da das Team auf Platz 16 künftig direkt in die 2. Bundesliga absteigt, entfallen die Relegationsspiele.

2. Bundesliga: Dort wird zukünftig in einer Staffel mit 20 Mannschaften (bei den Frauen mit 16) gespielt. Die ersten drei Teams steigen direkt in die 1. Bundesliga auf, die letzten vier Teams steigen direkt in die 3. Liga ab.

3. Liga: Die vier Staffelmeister steigen direkt in die 2. Bundesliga auf, die letzten drei Teams steigen in die Oberliga ab.

Oberliga: wie im Jahr 2011.

Lokale Auswirkungen:

Die Mannschaften aus dem Kreishandballverband Neumünster würden, wenn jetzt bereits Saisonende wäre und keine weiteren Änderungen eintreten, auf Grund ihrer Platzierungen wie folgt in der kommenden Saison an den Start gehen:

Das Regionalligateam der Bramstedter TS muss als Absteiger in der neuen Männer-Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein starten. Das Männer-Oberligateam der SG Wift, zurzeit auf Platz 9, qualifiziert sich für die neue Schleswig-Holstein-Liga (hat aktuell noch die Chance auf die Qualifikation zur neuen Oberliga HH/SH, auch weil der SV Henstedt-Ulzburg bei einem Drittligaaufstieg den Oberliga-Tabellenachten in die neue Staffel Hamburg/Schleswig-Holstein hoch zöge). Das Frauen-Oberligateam des TSV Wattenbek qualifiziert sich für die neue Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein. Das Landesligateam der SG Bordesholm steigt in die Schleswig-Holstein Liga der Männer auf, die noch gleichklassige SG Wift II steigt in die Kreisoberliga ab (hat aktuell noch die Chance auf den Klassenerhalt). Der SV Tungendorf und der TSV Wankendorf verbleiben mit ihren Frauenteams in der Landesliga, dazu steigt der Kreisoberligameister SG Wift auf.

Die Männer des SV Tungendorf und des SC Gut Heil haben den Klassenerhalt in der Kreisoberliga geschafft, die SG Wift III und die HSG 91 Nortorf II steigen in die Kreisliga ab, Männer-Kreisligameister SG Bordesholm/Brügge II steigt in die Kreisoberliga auf. Die Frauen des FC Torpedo, der HSG 91 Nortorf und des TSV Wattenbek II verbleiben in der Kreisoberliga, dazu kommt Kreisligameister SG Bordesholm/Brügge.

Die Staffeln in der Kreisliga und Kreisklasse sind abhängig von den Meldungen der Mannschaften.

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