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Zeltlager am Stocksee : Die Kanutouren sind der Renner

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

150 Kinder aus Neumünster und Umgebung genießen zwei Wochen lang ihre Ferienfreizeit im Zeltlager des SV Tungendorf am Stocksee

Damsdorf | Beim Courier-Besuch im Zeltlager des SV Tungendorf am Stocksee wirkt der Zeltlagerplatz wie ausgestorben. Doch der Eindruck täuscht. Es ist ein besonderer Tag: Die Kinder dürfen nach knapp einer Woche Zeltlagerleben etwas länger ausschlafen. Die Betreuer machen den Tischdienst, das „lange Frühstück“ gibt es nicht wie sonst um 8 Uhr, sondern zwischen 8.30 bis 10 Uhr am Büfett.

Caspar (9), Jeremy (9), Leon (8), Henrick (9), Elias (9) und Maxi (8) sind da schon lange auf und spielen am Kickertisch ihren Zelt-Meister aus. „Fußball, Stratego, Baden und Beachvolleyball – man kann hier toll spielen“, sprudelt es aus Leon nur so heraus. „Kicker spielen wir jeden Tag“, sagt Caspar. Dann treibt es sie – und immer mehr der 150 Kinder – zum Frühstücksbüfett.

Das Zeltlagerleben an der frischen Luft macht hungrig. „Und das Essen ist lecker“, rufen Melissa (7), Haylie (7), Emilie (8), Schirin (9) und Janike (8) im Chor. Das ist natürlich ein dickes Lob für Küchenchefin Britta Clasen und ihr Team. Auch die 28 Betreuer halten große Stücke auf die Küche. Für den Tag haben sie sich wieder ein Programm mit viel Sport, Spiel und Action ausgedacht.

„Baden ist ein Selbstgänger. Wir hatten schon ein Insel-Schwimmen, und die Kanu-Fahrten sind der Renner“, sagt Nico Clasen (22). Er bildet gemeinsam mit Cornel Korten und Sonja Stoffers das Leitungsteam im Zeltlager, das der SV Tungendorf seit 1949 mitten im Naturschutzgebiet am Stocksee betreibt. Bei 22 Grad Wassertemperatur ist der See natürlich das Element der Kinder.

Nach dem Baden wird die Airtrack-Bahn aufgeblasen, das ist ein großes Luftkissen zum Turnen und Toben. Und mit der Feuerwehrspritze wird daraus auch ganz schnell eine Rutschbahn. Neben Sportturnieren im Fuß-, Hand- und Basketball wird auch Hockey und Tischtennis gespielt. Es gibt Bingo- und Diskoabende, auch ein Ausflug ins Hansaland nach Sierksdorf steht noch auf dem Programm.

Neben dem zwischen See und Wald gelegenen Zeltlagerplatz gibt es noch das sogenannte Außenlager. Die Kinder können dort in einer Kote übernachten und sich an einem kleinen Lagerfeuer selbst ihre Spiegeleier braten. Dabei gilt es, die Fahne gegen nächtliche Räuber zu verteidigen. Ein Riesenspaß. „Wer getickt wurde, ist entdeckt und darf nicht weiter nach der Fahne jagen“, sagt Zeltlagerleiter Nico Clasen. Wenn die Fahne erobert ist, wird sie als Trophäe im Zeltlager ausgestellt. „Die Bestohlenen müssen das Pfand dann auslösen“, so Clasen.

Auch für das große Lagerfeuer am letzten Zeltlagerabend mit einer Zirkusshow wird schon eifrig geprobt und gewerkelt. Das aus Baumstämmen und Holzbrettern zusammen gezimmerte Star-Wars-Raumschiff ist vergängliche Kunst – am letzten Abend wird es als Feuerholz in Flammen aufgehen.


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erstellt am 15.Aug.2014 | 05:30 Uhr

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