Neumünster : Die Jugendwehr kann kommen

Ein Bauantrag für den Unterkunftsraum der geplanten Jugendwehr ist gestellt.
Ein Bauantrag für den Unterkunftsraum der geplanten Jugendwehr ist gestellt.

Bauantrag für Unterkunft in Tungendorf-Dorf gestellt. Erweiterungsbau der Rettungswache.

shz.de von
08. März 2018, 10:00 Uhr

Neumünster | Gute Nachricht für die geplante Jugendwehr in Tungendorf: „Ein Bauantrag für den Unterkunftsraum ist gestellt“, teilte Sven Kasulke, Chef der Berufsfeuerwehr, am Dienstagabend in der letzten Ausschusssitzung für Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz vor der Kommunalwahl mit. Er gehe davon aus, dass nun schnell eine Entscheidung falle.

Bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Wehr Tungendorf-Stadt am 9. Februar hatte Wehrführer Thomas Dettmann noch kritisiert, dass „trotz der Anstrengungen der Tungendorfer Wehren, dem Stadtfeuerwehrverband und des Fachdienstes 37 der Sachstand noch derselbe sei wie vor einem Jahr (der Courier berichtete). Auch der Katastrophenschutz auf dem Gelände des Gefahrenabwehrzentrums soll nun zügig neue Räume erhalten. Dafür könnten die zur Verfügung stehenden Container zunächst in die vorhandenen Hallen gestellt werden, teilte Kasulke mit. Auf einem guten Weg sei zudem die mit den Krankenkassen als Kostenträger geplante Erweiterung der Rettungswache (der Courier berichtete). Ein Architekt habe hier bereits Flächenentwürfe ausgearbeitet.

Genauer ins Detail ging Kasulke bei der Entwicklung im Rettungsdienst. Hier sind die Zahlen, wie mehrfach berichtet, von 2010 rund 13 000 auf 22 000 Einsätze in 2017 gestiegen. Allerdings habe auch die Bevölkerung in Neumünster und im für die Berufsfeuerwehr relevanten Umland zwischen 2010 und 2016 von 92.000 auf 98.000 zugelegt.

Mit diesem „Demografiefaktor“ sei die Einsatzzahl pro Einwohner von 0,146 im Jahr 2010 auf 0,2 im Jahr 2015 gestiegen. 2016 gab es dann einen leichten Rückgang auf 0,198 Einsätze pro Einwohner. „Wir hoffen, dass sich das nun auf diesem Niveau einpendelt“, sagte der Feuerwehr-Chef.

Neu vorgestellt wurde das Papier zum „Umsetzungsstand des Bedarfsplans für die nichtpolizeiliche Gefahrenabwehr“. Hierin wird Kasulke nun monatlich aktualisiert den Stand bei der Umsetzung des Bedarfsplans aufzeigen. Der Ausschuss nahm das ebenso zur Kenntnis wie die Einnahmen- und Ausgabenplanung in der Kameradschaftskasse der Wehr Gadeland. Die hatte am Jahresanfang gut 18 500 Euro auf dem Konto, am Jahresende sollen es etwa 17 800 Euro sein.

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