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15. Dezember 2017 | 08:05 Uhr

Die Jugend jazzte ordentlich drauflos

vom

shz.de von
erstellt am 25.Sep.2010 | 07:38 Uhr

Neumünster | "Jugend jazzt" war das Motto des Flecken-Donners am Donnerstagabend in der Werkhalle. Gut, dass sie das in Neumünster schon lange ausgiebig tut. So konnte Ralf Johannsen als Vorsitzender des Jazz-Clubs schnell handeln, als die Big-Band der Immanuel-Kant-Schule wenige Tage vorher wegen Erkrankung ihres Leiters Klaus Schmitz absagen musste. Mit der Band der IGS Faldera unter Christoph Rohlfing war schnell Ersatz gefunden.

Mit unendlich viel Spielfreude und einem satten Sound ließ sie die 150 Besucher aufhorchen. Die Besonderheit ist, dass hier Lehrer und Schüler gemeinsam swingen. Die Begeisterung für den Big-Band-Sound ist auf beiden Seiten groß. Den Abend eröffnet hatte das "Dirty Dozen" der Musikschule, das sich extra für den Abend noch mit einer Rhythmusgruppe verstärkt hatte. Neu im Ensemble war Adel Abdel-Salam, der mit seinen Saxofon-Soli deutliche Akzente setzte. Seit kurzem hat er den Saxofon-Unterricht in der Musikschule übernommen und wurde sofort in die Band integriert.

Absoluter Höhepunkt war der Auftritt von "High 5", die bereits im vergangenen Jahr beim jazzigen Flecken-Donner für Furore gesorgt hatten. Und nicht nur da, denn die Jungs aus Freienwill (zwischen Schleswig und Flensburg) wurden jüngst mit dem Jazz-Preis des Landes-Musikrates ausgezeichnet, spielten sogar bei der Jazz Baltica. "Spaß ist bei uns der Dreh- und Angelpunkt", gestand der Pianist und Sänger Jasper Grätsch. Und so unbekümmert zelebrierten sie ihren ganz besonderen eigenen Stil aus Jazz und Funk-Fusion mit einer Prise Pop. Damit haben sie es mittlerweile zu einer solchen Reife gebracht, dass einmal mehr die Zuhörer ihren Ohren kaum trauten. Die gemeinsame Jugend im 1000-Seelen-Dorf hat sie zusammengeschweißt. "Wir wollten immer Musik machen - und das haben wir getan", meint Saxofonist Fynn Großmann (18), der für einige Eigenkompositionen sorgt. Sein Bruder Glenn spielt mit seinen 15 Jahren den E-Bass schon wie ein alter Hase. Vierter im schwarz-weißen Outfit der "High 5" ist Schlagzeuger Matthias Petersen. Auf Professionalität legen sie allergrößten Wert, aber sie können sich im Gleichklang in ihrer Musik versenken. Das schwappte schnell über die Bühnenrampe in die Werkhalle. Fasziniert wurde gelauscht, begeistert geklatscht, und erst nach drei Zugaben war Schluss.

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