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Holsteinischer Courier

24. August 2017 | 05:34 Uhr

Bilanz : Die Jazzfreunde werden wieder jünger

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Jazzclub sieht sich mit buntem Konzertmix auf gutem Weg. Eine „Drummer-Battle“ sorgte für Stimmung

Neumünster | Beschwingt geht der Jazz-Club Neumünster ins neue Jahr: Auf seiner Jahreshauptversammlung im Restaurant der Holstenhallen ließ der Vorsitzende Ralf Johannsen ein musikalisch erfolgreiches Jahr vor den 55 Gästen Revue passieren. Etwa 2500 Jazzfreunde besuchten die 14 Veranstaltungen, die der Jazz-Club 2015 in Neumünster ausgerichtet hat.

„Das ist erfreulicherweise eine leicht anwachsende Zahl“, meinte Johannsen. Besonders die großen Konzerte während des Kunstfleckens, der Jazz im Park und der Auftritt der NDR Bigband waren Publikumsmagneten.

Die anderen Veranstaltungen wünscht sich der Vorsitzende beschaulicher: „Wir bleiben gerne bei etwa 120 Besuchern pro Konzert, das ist der angenehmen Atmosphäre geschuldet. Je dichter das Publikum an den Musikern dran ist, umso schöner ist es.“

Bei der Wahl der Bands verfolgt Johannsen ein bestimmtes Konzept: „Das Wichtigste ist uns eine gute Mischung verschiedener Stile. Traditionalisten als auch Modernisten sollen auf ihre Kosten kommen. Wir haben den Eindruck, dass uns diese Mischung gut tut. Jazz soll für alle hörbar sein.“

Mit einem Blick auf die Mitgliederzahl fühlt sich der Vorsitzende bestätigt: „229 Mitglieder ist für einen Jazzverein in Deutschland ganz große Klasse.“ Der Anteil an Frauen und Männern ist etwa gleich, der Altersdurchschnitt liegt etwa bei 40 Jahren. „Wir sind dabei, uns zu verjüngen“, freute sich Ralf Johannsen.

Auch mit den notwendigen profanen Dingen war der Club dem Bericht der Kassenwartin Ingrid Jans zufolge zufrieden: Er ging mit einem Kassenstand von 8600 Euro in dieses Jahr. Das Amt der Kassenprüferin wird zukünftig Thea Roloff übernehmen.

Im Anschluss an die Versammlung eröffnete der Jazz-Club die neue Konzertsaison: Mit Torsten Zwingenberger und Nils Conrad kamen zwei begnadete Schlagzeuger auf die Bühne, großartig komplettiert vom Saxofonisten Ralf Böcker und dem Pianisten Gregor Kilian. Die 140 Gäste waren sofort vereinnahmt von der explosiven Vitalität, mit der die Künstler auf der Bühne im Quartett oder Trio spielten.

Etwas ganz Besonderes präsentierten die beiden Drummer: Bei einigen Stücken fochten sie regelrecht eine Schlagzeug-Schlacht aus, unter anderem zum Herbie-Hancock-Klassiker Cantaloupe Island. Bilder im Kopf ließ Torsten Zwingenberger entstehen, als er mit Tönen seiner Schlagzeugmaschinerie einen anfahrenden und davon brausenden Zug malte. Während des Konzerts strahlten Musiker wie auch Gäste übers ganze Gesicht, wippende Füße, schnippende Finger und dicker Applaus war der Beitrag des Publikums.


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erstellt am 08.Feb.2016 | 11:00 Uhr

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