zur Navigation springen

"Die Industriekultur muss man nicht verstecken"

vom

SPD-Landesfraktionschef Ralf Stegner zu Besuch im Museum Tuch + Technik / Gratulation zum selbstbewussten Umgang mit der Geschichte

shz.de von
erstellt am 03.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Neumünster | Auf seiner Sommertour auf den Spuren der Arbeiterbewegung in Schleswig-Holstein hat der SPD-Landtagsfraktionschef Ralf Stegner gestern das Museum Tuch + Technik am Kleinflecken besucht. Gut anderthalb Stunden nahm sich Stegner, der unter anderem von Neumünsters Landtagsabgeordneter Kirsten Eickhoff-Weber und der SPD-Bundestagskandidatin Birgit Malecha-Nissen begleitet wurde, um sich Neumünsters Geschichte als Tuchmacherstadt erklären zu lassen. Stegner bedankte sich im Anschluss mit einem Lob an Museum und Stadt: Leider gebe es immer noch allzu oft die Tendenz, die Arbeiter- und Industriekultur des Landes zu verstecken. Neumünster sei hier ein gutes Gegenbeispiel. Die Stadt tue gut daran, ihre Geschichte klug und selbstbewusst zu präsentieren.

Museumschefin Astrid Frevert hatte die SPD-Delegation zuvor durch die verschiedenen Stationen der Tuchmachergeschichte von den ersten Weberstuben bis zum "Manchester Holsteins" geführt und dabei unter anderem an die Weberaufstände vor 125 Jahren erinnert. In den ersten industriellen Streiks in der Stadt wollten Textilarbeiter eine halbe Stunde mehr Pause erzwingen. Der Streik brach zusammen, weil die Fabrikbesitzer Streikbrecher aus Sachsen und Thüringen anheuerten.

Auch Astrid Frevert sprach von einem Bewusstseinswandel in Neumünster: Noch bis vor wenigen Jahren habe man den Niedergang der Textilindustrie in den 60er-Jahren schmerzhaft verdrängt, aber heute sei das Geschichte, zu der man sich bekenne.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen