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Holsteinischer Courier

22. August 2017 | 12:00 Uhr

SHMF : Die Holstenhalle war der Star

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die „West Side Story“ kam bei 6000 Besuchern sehr gut an. Viele lobten die sanierte Holstenhalle, die ihre Premiere feierte

Der „Frisch renoviert“-Geruch lag noch etwas in der Luft, als die ersten Besucher am Freitagabend die sanierte und umgebaute Holstenhalle betraten. Die ersten Snacks und kühlen Getränke hatten sich die meisten im brandneuen Foyer genehmigt, bevor sie sich in der Halle ihren Platz suchten. Ohne Zweifel war nicht nur das Spiel des SHMF-Orchesters zum Film „West Side Story“ der Knüller, sondern auch die Halle selbst war einer der Höhepunkte des Abends.

Wer die Halle betrat, dem fiel als erstes das Licht auf. Früher waren die Oberlichter stets abgeklebt, weil es sonst keine Möglichkeit der Verdunklung gab. Nun aber brach das Licht in die Halle, bis die Oberlichter erst kurz vor Konzertbeginn elektronisch geschlossen wurden – ein gelungener Showeffekt.

SHMF-Intendant Christian Kuhnt begrüßte die Gäste. „Wir werden heute zwei Premieren in der Holstenhalle erleben. Nicht nur die des SHMF-Orchesters, das live und synchron zum 53 Jahre alten Film ,West Side Story’ spielen wird. Wir werden auch nicht schwitzen. Die Halle ist neuerdings wunderbar klimatisiert. Mein Dank gilt Holstenhallen-Chef Dirk Iwersen und allen anderen, die aus der Halle die ‚Royal Albert Hall‘ des Nordens gemacht haben“, sagte SHMF-Intendant Christian Kuhnt in seiner Begrüßung. Das war ein großes Lob, denn der Londoner Konzertsaal gilt als einer der schönsten der Welt.

Besucherin Petra Krakowczy wunderte sich über fehlende Treppengeländer an den Tribünenaufgängen, war aber wie ihre Bekannte Angelika Stoffers positiv überrascht von der neuen Halle. „Sie ist toll geworden. Die Sitze sind angenehmer, und alles sieht gut aus“, sagten die Neumünsteranerinnen. Auch Silke Albert aus Aukrug vermisste die alten, orangefarbenen Sitzschalen nicht. „Ich habe auch auf denen durchaus länger aushalten können, aber die neuen Stühle sind schon deutlich angenehmer“, sagte sie.

„Neumünster ist im Aufschwung. Und dann wird hier auch noch die ,West Side Story’ gezeigt. Das ist einfach genial“, schwärmte die Kunstexpertin Brigitte Gerisch in der Pause. Und nicht zuletzt der Ehrengast des Abends, Alexander Bernstein, war voll des Lobes. Er war extra aus New York City nach Neumünster gereist, um mitzuerleben, wie das SHMF-Orchester die Oscar-prämierte Filmmusik seines Vaters Leonard Bernstein wieder aufleben lässt. „Das ist ein toller Ort und ein wunderbares Orchester“, sagte er. Bis Sonntag war er zu Gast in der Schwalestadt.

Nach dreieinhalb Stunden war das fulminante Konzert vorbei, und kaum einen der 3000 Besucher hielt es auf seinem Stuhl. Den frenetischen Applaus hatte sich das Meister-Orchester unter der Leitung von Dirigent David Newman redlich verdient. Am Sonnabend spielten die Musiker abermals vor 3000 Besuchern und wussten nicht minder zu begeistern. Eine Rezension: Kultur-Seite

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erstellt am 18.Aug.2014 | 06:30 Uhr

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