Gross Kummerfeld : Die Hexe trat im knallroten Kostüm auf

Hänsel (Despoina Kostouloudi) und Gretel (Réka Kristóf) gaben bei der Aufführung der gleichnamigen Oper von Engelbert Humperdink der Kleinkummerfelder Kuhstall-Konzerte ein großartiges Paar ab.
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Hänsel (Despoina Kostouloudi) und Gretel (Réka Kristóf) gaben bei der Aufführung der gleichnamigen Oper von Engelbert Humperdink der Kleinkummerfelder Kuhstall-Konzerte ein großartiges Paar ab.

Eine märchenhafte Inszenierung wurde mit „Hänsel und Gretel“ geboten.

shz.de von
21. Juli 2015, 14:15 Uhr

Gross Kummerfeld | Die kindlichen Volksweisen „Brüderchen, komm tanz’ mit mit mir“, „Ein Männlein steht im Walde“ und „Suse, liebe Suse“ gelangten mit der Oper „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck (1854 bis 1921) zu Weltruhm. In unzähligen Inszenierungen gefeiert, erlebte das Werk nun am Sonnabend in einer szenischen Fassung der Hochschule für Künste Bremen seine Aufführung bei den Kleinkummerfelder Kuhstall-Konzerten.

Etwa 160 große und kleine Besucher ließen sich in zwei Vorstellungen dabei von den Akteuren in den Bann des Grimmschen Märchens ziehen und gruselten sich gemeinsam mit Hänsel (Despoina Kostouloudi) und Gretel (Réka Kristóf/Cecilia Rodriguez-Moran) vor der Hexe, die in Gestalt von Stefan Hahn im knallroten Schneiderkostüm, mit glitzernden Pumps und gruselig weiß geschminktem Gesicht daherkam.

Ebenso wie die Hauptfiguren überzeugten auch die Mutter (Sonja Gebert), der Vater (Viktor Elizarov) sowie als Sand- und Taumännchen die reizende Ekaterina Zhuravskaya in ihren Rollen.

Der gesanglichen Qualität unter der musikalischen Leitung von Ulrich Sprenger (Klavier) sowie der Regie von Gregor Horres gesellte sich das lebhafte Spiel der Darsteller hinzu. So wurde es selbst kleinsten Zuschauern am Nachmittag nicht langweilig.

Die Spielleitung hatte Stefanie Knauer inne und bei den Kostümen und Requisiten bewies Heike Neugebauer ein sicheres Händchen, indem sie zahlreiche, moderne Requisiten, wie zum Beispiel ein Handy oder auch einen Regenschirm eingebaut hatte.

So hatte die Aufführung auf der gerade einmal gut 16 Quadratmeter messenden Bühne im Kleinkummerfelder Kuhstall alles, was es brauchte, um das Publikum zu begeistern. Und die Zuschauer bedankten sich denn auch mit entsprechend lautstarkem Beifall für diese märchenhafte Leistung.  

>Am Mittwoch, 22. Juli, geht es weiter: Dann gibt es Kabarett mit Norbert Alich. Und der Liederabend mit Thomas Mohr steht am Donnerstag auf dem Programm. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr.



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