zur Navigation springen

Neumünstrum : Die große Kinderstadt kehrt zurück

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Spiel läuft in den ersten beiden Sommerferien-Wochen. Es werden Betreuer und Sponsoren gesucht.

shz.de von
erstellt am 30.Jan.2016 | 08:45 Uhr

Neumünster | Es war schon Kult, doch nach drei Auflagen fiel Neumünstrum 2011 den Sparmaßnahmen und der Personalknappheit bei der Stadt zum Opfer. Doch nun gibt es ein Comeback: In diesem Jahr soll die Kinderstadt wieder zum Leben erweckt werden. „In den ersten beiden Wochen der Sommerferien findet das Spektakel wie damals auf dem Gelände der ehemaligen Sick-Kaserne an der Werderstraße statt“, kündigt Ulf Schloßbauer aus der Abteilung Kinder- und Jugendarbeit bei der Stadt an. Er organisiert Neumünstrum.

Schon 2005, 2007 und 2009 war Schloßbauer mit viel Herzblut dabei. Bis zu 700 Kinder im Alter von 7 bis 16 Jahren wuselten damals durch die Kinderstadt – in diesem Ausmaß ein bundesweit einmaliges Projekt. Die Teilnehmer gingen jeden Tag ihrer Beschäftigung nach. Es gab diverse Geschäfte, zum Beispiel einen Blumenladen, eine Gärtnerei, eine Malerei, einen Schönheitssalon oder eine Textilwerkstatt. Auch Radio, Kino, Zirkus bis hin zur Tageszeitung, dem „Neumünstrum-Boten“, fehlten nicht. Verwaltet wurde die Kinderstadt von einem gewählten Bürgermeister, der auch eine eigene Verwaltung und eine eigene Polizei hatte. Erwachsene, die die Stadt besichtigen wollten, mussten sich im Elterngarten anmelden. Bezahlt wurde in Neumünstrum mit der eigenen Währung, dem Münzter. 60 Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf. 45 Sponsoren unterstützten 2009 das Projekt, überwiegend mit Sachspenden.

Auch für die Neuauflage sucht Ulf Schloßbauer nun Hilfe. So sind zum Beispiel die Buden, die damals als Häuser dienten, längst verkauft. In Sachen Team-Mitglieder gibt es schon erste Erfolge: „Wir haben viele ehemalige Teilnehmer von damals angeschrieben. Einige wollen als Betreuer mitmachen“, freut sich Ulf Schloßbauer.

Die Ziele von Neumünstrum ändern sich nicht. Im Mittelpunkt steht, Kindern und Jugendlichen zu zeigen, wie kompliziert das Zusammenleben in einer großen Gesellschaft ist. Außerdem sollen die Teilnehmer den Umgang mit Geld lernen. „Es gibt dazu bereits einige Ideen“, sagt Ulf Schloßbauer. Schüler der Freiherr-vom-Stein-Schule haben sich bereits Gedanken gemacht.

Neumünstrum soll Teil des Ferienspaß-Programms sein, für das man sich nach den Osterferien anmelden kann. Die genaue Teilnehmerzahl und die Kosten stehen noch nicht fest. Sie sollen aber unter 50 Euro pro Kind und Woche liegen.

> Wer Neumünstrum unterstützen möchte, erreicht Ulf Schloßbauer unter Tel. 0179/51  406  90.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen