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Führung im Tierpark : Die große Eifersucht der Pinguine

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Zum Weltfrauentag gab es eine besondere Führung im Tierpark. Im Mittelpunkt stand die Weiblichkeit.

Neumünster | Wie sieht eigentlich die Weiblichkeit im Tierreich aus? Mit dieser Frage im Gepäck und einem Bollerwagen voller Leckerlis führte die zoologische Leiterin des Tierparks, Verena Kaspari, am Sonntag rund 30 Besucher quer durch den Zoo. Viele Frauen des Zonta-Clubs, die das Thema zum Weltfrauentag initiiert hatten, waren dabei.

Als regelrechte „Übermutter“ stellte die Biologin den amüsierten Zuhörern beispielsweise die Wildschweindame vor. „Die Bachen tun sich in der Natur zusammen und bilden Kindergärten. Sie treiben die Frischlinge zusammen, und jede Sau säugt die Kleinen, egal, ob sie verwandt sind oder nicht.“ Die Bache im Tierpark scheint guter Hoffnung zu sein: „Sie zeigt sich in der letzten Zeit recht aggressiv und wird wohl bald Nachwuchs bekommen“, sagte Verena Kaspari. Zu Eifersüchteleien kann es bei den Pinguinfrauen kommen. Da Pinguine lebenslange Paare bilden, sehen es die Hennen gar nicht gerne, wenn eine „Neue“ dazu kommt und ihrem Hahn schöne Augen macht.

Treue zum Partner kennen die Störche hingegen nicht, wohl wissen sie aber die Vorzüge eines bekannten Nests zu würdigen. „Störche sind ihrem Horst treu. Kommt ein Hahn zu einer Storchenhenne in den Horst, ist er der Partner“, erklärte Verena Kaspari.

Für Braun- und Eisbärmütter gilt es, ihren Nachwuchs vor dem Vater zu schützen. „Es kommt vor, dass ein Bärenmännchen seinen Nachwuchs auffrisst, damit das Weibchen wieder in die Brunft kommen kann“, stellte Kaspari fest. Daher kommen die Babybären, die bei der Geburt die Größe eines Meerschweinchens haben, in der Winterruhe zur Welt und bleiben etwa vier Monate mit Mama in der sicheren Höhle. Auch danach sind sie noch etwa vier Jahre auf die Hilfe ihrer Mutter angewiesen: „Sie müssen viel lernen, bevor sie auf eigenen Tatzen stehen können“, sagte Verena Kaspari. Ähnliches gilt für die putzigen Nasenbären: „Auch hier verbeißen die Weibchen die Männchen nach der Paarung zum Schutz der Kinder.“

Zonta-Mitglied Jutta Meyer gefiel der Rundgang: „Interessant finde ich, dass manche Tierarten die Männchen vertreiben müssen.“
 

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