Übersicht der Brennpunkte : Die größten Schlaglochpisten der Stadt

In etlichen Straßen wie hier am Wookerkamp in Tungendorf  reiht sich Schlagloch an Schlagloch.  Der Spielzeug-Polizist steht bereits bis zu den Knien darin.
Foto:
1 von 5
In etlichen Straßen wie hier am Wookerkamp in Tungendorf reiht sich Schlagloch an Schlagloch. Der Spielzeug-Polizist steht bereits bis zu den Knien darin.

Die Kolonnen des Technischen Betriebszentrums inspizieren täglich die Straßen, können die Löcher aber nur notdürftig flicken.

von
24. Januar 2015, 06:00 Uhr

Neumünster | Der Wechsel zwischen Nachtfrost und Tauwetter ist Gift für die Straßen in der Stadt. Manche gleichen schon jetzt Schlaglochpisten. Wo das Wasser durch Ritzen eindringen kann, sprengt es die Straßen förmlich auseinander. Die Stadt kann zurzeit nur flicken. „Es geht langsam los, wir bekommen jetzt mehr zu tun“, sagt Holger Fockenga. Der stellvertretende Leiter des Technischen Betriebszentrums (TBZ) ist dort speziell auch für die Straßenunterhaltung zuständig. „Wir haben unsere drei Straßenkontrolleure, die jetzt regelmäßig unterwegs sind“, sagt Fockenga. Das TBZ kenne die Brennpunkte in der Stadt und gehe auch gern den Hinweisen von Bürgern nach.

Grünen-Ratsherr Ralf Ketelhut muss nur aus dem Fenster schauen. Er wohnt am Wookerkamp, der Straße in dem wohl schlechtesten Zustand in ganz Tungendorf. „Wir müssen nachhaltiger in die Straßenunterhaltung investieren“, lautet seine Forderung. Flickschusterei helfe nicht mehr weiter, man habe jahrelang einen Berg notwendiger Sanierungen vor sich hergeschoben.

Den schlechtesten Eindruck in der Böcklersiedlung machen die Lötzener Straße und die Königsberger Straße. „Die Lötzener Straße steht schon seit 2006 auf der Agenda“, sagt der Stadtteilvorsteher Rolf Schaks und kann hier „kaum noch Unterschiede zu einem landwirtschaftlichen Wirtschaftsweg“ erkennen. Die Stadt wolle sanieren, aber zuvor müssten die Stadtwerke erst noch Fernwärmeleitungen verlegen. „Ein Dilemma“, sagt Schaks.

„Enenvelde ist seit Jahren schon unsere große Sorgenstraße in Einfeld“, sagt der Stadtteilbeiratsvorsitzende Sven Radestock. Er und die Einfelder monieren nicht nur die Schlaglochpiste auf der wichtigen Bus- und Schulwegstrecke, sondern auch den kaputten Bürgersteig.

„Wir sind nur begrenzt in der Lage, Schlaglöcher provisorisch dicht zu machen“, sagt TBZ-Mann Fockenga. Geflickt werde dort, wo es die Verkehrssicherheit erfordere. Das Problem: Der verwendete Kaltasphalt hält nicht lange. Das TBZ probiert deshalb auch ständig neue Mittel und Verfahren aus. Allein für das Material zur Schlaglochausbesserung gebe das TBZ jedes Jahr eine fünfstellige Summe aus.

Die Stadt stellt gerade eine Prioritätenliste auf, an welchen Stellen Kleinflächen mit Schlaglöchern dauerhaft repariert werden sollen, berichtet Stadtsprecher Stephan Beitz: „Aber das Asphaltieren mit Bitumen geht erst, wenn es keinen Frost mehr gibt.“ Die Stadt setzt nicht nur auf die TBZ-Kontolleure, sondern hofft auch auf Bürger mit offenen Augen. Beitz: „Wir haben im Internet unter www.neumuenster.de in der Rubrik Bürgerservice eine Seite für Mängelmeldungen, die direkt beim TBZ eingehen. Das wird auch häufig genutzt.“

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen