Boostedt : Die Gemeinde erhält einen dritten Brunnen

Mit drei Meter langen Rohren wird das Rohrgestänge verlängert, damit der Bohrkopf weiter in die Tiefe vordringen kann.
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Mit drei Meter langen Rohren wird das Rohrgestänge verlängert, damit der Bohrkopf weiter in die Tiefe vordringen kann.

Am Tegelbarg wird ein neuer Tiefbrunnen gebohrt.

shz.de von
22. Juni 2014, 11:08 Uhr

Boostedt | Nur etwa 50 Meter vom vorhandenen Wasserwerk entfernt entsteht am Tegelbarg ein dritter Tiefbrunnen für die Gemeinde Boostedt. Bereits im März haben die gemeindlichen Gremien Mittel für den Brunnen in den Haushalt 2014 eingestellt und die Firma Fiedler aus Preetz damit beauftragt, den Tiefbrunnen zu errichten. „Wir brauchen den dritten Brunnen zur Erhöhung der Versorgungssicherheit durch das Wasserwerk Boostedt“, begründete der Leiter der technischen Abteilung im Amt Boostedt-Rickling, Niels Thomsen, den Bau.

Im Vorwege wurde der Geologische Dienst (Fachdienst Hydrologie / Grundwasser) beauftragt, die Stelle unterhalb des Grimms Park auf ihre Standorteignung zu bewerten. Schon im April war eine Erkundungsbohrung bis auf 101 Meter Tiefe vorgenommen worden. „Nach Auswertung aller vorgelegten Erkenntnisse wurde der geplante Standort in einer Stellungnahme des Landesamtes als ,gut geeignet‘ eingeschätzt. Für die Bohr- und Kranfahrzeuge ist die vorgesehene Fläche optimal zu erreichen, und wegen der kurzen Leitungen zum Wasserwerk ist der Standort auch aus wirtschaftlicher Sicht als sehr geeignet zu bewerten“, erklärte Thomsen. Aus dem Schichtenprofil der Erkundungsbohrung geht hervor, dass die wasserführende Schicht in 72 bis 78 (zweiter Grundwasserhorizont) Metern Tiefe liegt. „Das Wasser ist schätzungsweise mehrere hundert Jahr alt und durch mehrere Wasser hemmende Schichten von der Oberfläche getrennt“, stellte der Diplom-Geologe Dr. Peter Hempel fest, der die Gemeinde in der Frage des Brunnenbaus berät. Seit einer Woche arbeiten sich die Brunnenbauer durch das Erdreich. Ist der neue Brunnen erbaut, die Brunnenstube mit der gesamten Technik installiert, dann müssen die Leitungen zum Wasserwerk gelegt werden. „Anschließend wird das neue System in die komplexe elektronische Mess-, Steuer- und Regeltechnik der vorhandenen Anlage eingebunden“, erklärte Niels Thomsen. Bei einer Leistungsprüfung wird festgestellt, ob der Brunnen wie gewünscht ein Drittel der zukünftigen Fördermenge übernehmen kann. Thomsen schätzt, dass der rund 164 480 Euro teure dritte Brunnen Ende Juli an das Wasserwerk angeschlossen wird.



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