zur Navigation springen

Hohe Auszeichnung : Die Gemeinde als zweite Heimat

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Ansgarkreuz für Klaus Selck: Seit fast 20 Jahren engagiert sich der Unternehmer in der Vicelingemeinde – manchmal auch als Chauffeur.

Der Neumünsteraner Bestattungsunternehmer Klaus Selck (67) erhält das Ansgarkreuz. Die Nordkirche ehrt den Neumünsteraner damit für sein herausragendes ehrenamtliches Engagement in der Vicelingemeinde. Am morgigen Sonntag, 23. Februar, überreicht Propst Stefan Block die hohe Auszeichnung im Gottesdienst in der Vicelinkirche.

„Ich kann schlecht ‚nein‘ sagen“, sagt Klaus Selck und lacht, wenn er auf fast 20 Jahre Engagement in der Vicelinkirchengemeinde zurückblickt. Damals, 1996, konnte er der Bitte von Pastor Werner Arnold nicht widerstehen, einmal einen Blick auf die Gemeindefinanzen zu werfen. Für den gelernten Steuerberater und Bestattungsunternehmer war das ein Leichtes. Und prompt wurde er in den Kirchengemeinderat berufen. „Von Null auf Hundert, gleich von Anfang an war ich Mitglied im Verwaltungsausschuss“, erinnert sich Selck. Rechnungsprüfer, die Umstellung auf die kaufmännische Buchführung, Schriftführer, Mitglied im Friedhofsausschuss: Keine Aufgabe hat er ausgeschlagen.

So ist ihm die Vicelingemeinde, wie er sagt, zu einer zweiten Heimat geworden. Dem Kirchengemeinderat gehört er seit 1996 ununterbrochen an. Er mag es, dort kontrovers zu diskutieren. „Dabei habe ich gelernt, meine Meinung zu sagen - und dazu zu stehen. Denn sonst bewegt man nichts“, findet der 67-Jährige.

Aber in all den Jahren hat sich Selck nicht nur um die Finanzen der Gemeinde gekümmert, um diesen „Spagat, was ökonomisch machbar“ ist und was wünschenswert. Er ist auch zu ihrem Chauffeur geworden. Wenn die Gemeinde auf Reisen geht, sitzt Klaus Selck hinter dem Steuer seines VW-Busses. Letztes Jahr ging’s nach Würzburg, für 2014 hat er Freiburg anvisiert. Ehrensache, dass er hinterher die Reiseberichte verfasst.

„Das ist eine harmonische Gemeinschaft in Vicelin, und das bringt einfach Spaß“, nennt Selck als einen Grund für sein Engagement. Die unterschiedlichen Gottesdienste sind ein weiterer. Dort übernimmt er den Lektorendienst und teilt das Abendmahl aus. Was immer Selck in der Gemeinde tut, stets setzt er sich für eine weltoffene Kirche ein, die offen für alle ist. Bei den Amtshandlungen, bei den Taufen und Trauungen, aber vor allem bei den Trauerfeiern müsse die Kirche zeigen, wie nah sie den Menschen ist, meint der Bestatter.

Seine Vicelingemeinde ist ihm dankbar für diesen Einsatz. „Gerade auch in stürmischen Zeiten können wir uns auf sein Urteil und seine Persönlichkeit verlassen“, bekräftigt Pastorin Simone Bremer. Für die Vorsitzende des Kirchengemeinderates steht außer Frage, dass sich Klaus Selck das Ansgarkreuz wirklich verdient hat.

zur Startseite

von
erstellt am 22.Feb.2014 | 10:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen