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Die ganze Stadthalle swingte im Glenn-Miller-Sound

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

von
erstellt am 14.Apr.2016 | 12:54 Uhr

„It’s Glenn Miller Time“ lautet das Programm, und die Fans mochten das nur zu gerne glauben: Das Glenn-Miller-Orchestra unter der Leitung von Wil Salden überzeugte die 350 Anhänger dieses schier unverwüstliches Musikstils am Mittwochabend in der Stadthalle auf ganzer Linie. Nach jedem Stück gab es für die Band begeisterten Applaus.

Natürlich begannen Salden und seine 15 Musiker – alle in Smoking und Lackschuhen – mit der Miller-Erkennungsmelodie „Moonlight Serenade“. Da war gleich Stimmung im Saal.

Bei „Sunrise Serenade“ stellte Salden seine erste Reihe vor, die den historischen Miller-Sound präsentierte: Vier Saxofone unter der Führung einer Klarinette. Insgesamt lebt aber der weltweit bekannte Stil durch die verschiedenen Gruppierungen der Instrumente. Das Glenn-Miller-Orchestra zelebrierte diesen Swing durch seine Saxofone, Posaunen und Trompeten hervorragend. Salden und seine Musiker ließen Glenn Miller im Original aufleben, wenn auch einige Arrangements moderner waren. Mit „A Tisket, A Tasket“, einst von Ella Fitzgerald gesungen, stellte sich Sängerin Miett Molnar vor. Sie passte gut zum Swing der Band.

Auch Bandleader Wil Salden trat mit anderen Musikern und als Solist auf. Nicht nur Miller-Melodien hatte das Orchester parat, ebenso Stücke von Benny Goodman (Don’t Be That Way) oder von George Gershwin (Rhapsody in Blue). Doch auch sie kamen gekonnt im Miller-Swing daher. Als dann kurz vor der Pause der Super-Hit „In The Mood“ erklang, fühlten sich viele Ältere in die 50er-Jahre zurückversetzt. „Keine Tanzstunde, kein Hausball ging ohne In The Mood“, erinnerte sich Lissy Specht, und die umstehenden Damen bestätigten ihre Aussage.

Im zweiten Set erlebten die Fans mit „Tiger Rag“, „Little Brown Jug“ oder „American Patrol“ weitere Klassiker von Miller. Fast alle Musiker präsentierten Soli, die präzise gespielt wurden und die die jeweils anderen Instrumentengruppen so unterstützten und verstärkten, dass durchgängig ein prächtiger Original Glenn Miller zu hören war. Wohltuend und gut auch die Gesangsgruppe, die das vorherrschende Blech etwas zurückdrängte.

Mit „Don’t Sit Under The Apple Tree“ gelang ein besonders lockerer Auftritt. Stehend und lang anhaltend applaudierten die Fans in der Schlussphase. Davon herausgefordert legte das Orchester noch einmal richtig los, swingte weiter, leicht und locker zum Genuss der Zuhörer. So wie das Konzert begann, endete es auch – mit dem Klassiker „Moonlight Serenade“.



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