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Frühlingsgefühle im Februar : Die Frühblüher kommen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

In den Gärten der Stadt tut sich etwas: Schneeglöckchen, Krokusse und Winterlinge wachsen schon. Doch die Gartenarbeit hat oft noch Zeit .

Die Vögel zwitschern, die Sonne scheint. Albert Bork ist glücklich. Beim Gang durch seine Parzelle auf dem Gelände der Gartengemeinschaft Störbrücke entdeckt er immer wieder kleine Sprösslinge. An der einen Ecke wachsen Winterlinge, an der anderen Schneeglöckchen. Die ersten Stauden treiben sogar schon aus. „Das macht nach den trüben Wintertagen doch wirklich gute Laune“, schwärmt er. Am liebsten würde der 76-Jährige sich sofort den Spaten schnappen und seinen Garten umgraben, die welken Blätter der Erdbeeren entfernen und den neuen Gemüsegarten anlegen.

Aber Albert Bork kann sich gerade noch bremsen: Seit 49 Jahren ist er bereits Kleingärtner und hat viele Erfahrungen gesammelt. Von Frühlingsgefühlen dürfe man sich nicht leiten lassen, sagt er. Denn so schön das Wetter jetzt auch sei, es könne noch wieder bitter kalt werden. Erst nach dem 15. Mai wird das milde Frühlingswetter laut Volksmund stabil – dann sind die Eisheiligen vorbei. Für die nächsten Tage kündigen die Meteorologen allerdings weiter Temperaturen knapp unter zehn Grad Celsius angesagt. „Der Winter könnte es in diesem Jahr also noch schwer haben“, so Bork.

Tatenlos ist der Kleingärtner im Februar aber nicht. Die Vogelkästen können gesäubert werden, Schnittarbeiten stehen an. Bork will seinen Apfelbäumen an den Kragen, damit das Geäst noch dichter wird und die Pflanze mehr Kraft bekommt. Dort wo ein Ast abgeschnitten wird, wachsen in der Regel zwei bis drei neue, lautet eine Experten-Regel. „Die Gärten sind unsere grünen Wohnzimmer. Die müssen wir gut behandeln“, sagt Bork.

Auch Annemarie Lassen von der Gärtnerei Lassen warnt vor zu viel Frühlings-Euphorie im Garten. Wenn ihre Kunden schon jetzt Primeln und Stiefmütterchen pflanzen wollen, leistet sie Aufklärungsarbeit: „Frühestens im März können die Blumen ausgepflanzt werden“, sagt sie. Wer aber unbedingt schon jetzt raus in den Garten will, dem rät sie, die zierlichen Pflanzen direkt an die Hauswand zu setzen.

Albert Bork hält sich unterdessen an seinen über Jahre bewährten Gartenplan. Darin notiert er, wann und wo er was angepflanzt hat. Frühlingstage im Februar verbringt er gerne damit, darin zu blättern und die nächsten Beete zu planen. Denn wie heißt es so schön: „Vorfreude ist doch die schönste Freude.“

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erstellt am 11.Feb.2014 | 12:00 Uhr

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