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Stadtteilbeiratssitzung : Die Findlinge sollen ein Friesenwall sein

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Gadeland: Ungewöhnliche Optik an der Segeberger Straße ist Gesprächsstoff / Der Trampelpfad beim Störpark ist verlegt

shz.de von
erstellt am 12.Apr.2014 | 08:00 Uhr

Neumünster | Ein Dauerbrenner in Gadeland ist vom Tisch: Der Trampelpfad über einen Acker am Krogredder in Richtung Störpark, der für mächtig Diskussion im Stadtteil sorgte (der Courier berichtete), existiert nicht mehr. Der Boden ist umgepflügt, ein großer Erdhaufen versperrt den Weg. Ein grob planierter Alternativ-„Weg“ hinter dem Knick habe sich jetzt etabliert, informierte Vorsteher Dr. Volker Matthée die rund 20 Zuhörer auf der Stadtteilbeiratssitzung am Donnerstagabend im Haus Gadeland.

Eine ungewöhnliche Optik im Straßenbild sorgte in der Einwohnerfragestunde für kurze Aufregung: Wolfgang Wittchow hinterfragte die überdimensionierte Steinreihe vor den Häusern der Segeberger Straße 8-10, sprach von „potthässlichen Findlingen“ und „Stonehenge in Gadeland“. Die zuständige Hausverwaltung erklärte das gestern auf Courier-Anfrage. „Es handelt sich um einen historischen Friesenwall nach dem Vorbild vor 100 Jahren, der normalerweise noch weitere kleine Steine, Grassoden und eine eventuelle Bepflanzung hat“, sagte Geschäftsführer Carsten Brockstedt. Aus Sicherheitsgründen sei auf die weitere Bestückung verzichtet worden, da vor Ort viele Kinder wohnten. Er halte das für eine „ansprechende Lösung“. Friesenwall statt Jägerzaun – diese Wahl hätten die Eigentümer getroffen, nachdem des öfteren vor den Häusern wild geparkt wurde. Ein Wall in dieser Höhe müsse nicht extra genehmigt werden, sagte Brockstedt und ergänzte: „Zwei Schulklassen waren begeistert, eroberten den Wall.“

In der übrigen Sitzung ging es hauptsächlich um das Thema Straßenverkehr. Beim Dauerbrenner Kreisel an der Boostedter Straße / Leinestraße wird der Beirat erneut bei der Stadt Druck machen, um sicherzustellen, dass der Verkehr korrekt gezählt, das Milchwerk berücksichtigt wird und die Fördermittel rechtzeitig beantragt werden. Zwei Varianten – 150 000 Euro und 600 000 Euro – stehen zur Debatte; letzterer wäre förderungsfähig.

Ein Anlieger der Segeberger Straße wandte sich an den Beirat: Er machte auf den frühmorgendlichen und abendlichen Schwerlastverkehr aufmerksam und wünschte sich aus Sicherheitsgründen für die Kita-Kinder Tempo 30. Das sei aussichtslos, sagte Matthée, versprach aber, bei der entsprechenden Behörde nachzufragen, ob der Lkw-Verkehr zeitweilig eingeschränkt werden könne. Der Vorsteher berichtete außerdem, dass diverse ausgeblichene Verkehrszeichen ausgewechselt wurden. Außerdem stehe nach einer Begehung vor Ort jetzt fest, dass es an der Dannenkoppel keine Tempo-30-Zone geben werde, so Matthée.

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