Brandschutz : Die Feuerwehr stockt auf

Ausrücken an der Feuerwache in der Schützenstraße: Für die Leitung fer Rettungsdienstwerkstatt wird  jetzt ein Profi  gesucht.
Ausrücken an der Feuerwache in der Schützenstraße: Für die Leitung fer Rettungsdienstwerkstatt wird jetzt ein Profi gesucht.

Nach Kritik des Landesamtes suchen die Helfer jetzt einen Profi für die Rettungsdienstwerkstatt.

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21. November 2013, 07:00 Uhr

Das Personal der Berufsfeuerwehr wird voraussichtlich zu Jahresbeginn aufgestockt. Der Ausschuss für Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz sprach sich am Dienstagabend einstimmig dafür aus, eine neue Stelle für die Leitung der Rettungsdienstwerkstatt und die Desinfektion zu schaffen. Die Kosten in Höhe von knapp 32 000 Euro werden über die Entgelte im Rettungsdienst durch die Krankenkassen in voller Höhe refinanziert. Das letzte Wort hat die Ratsversammlung am Dienstag.

Ausschlaggebend für den neuen Posten war die Kritik des Landesamtes für soziale Dienste an der bisherigen Praxis. Die Aufsichtsbehörde hatte in der Vergangenheit vor allem die lückenhafte Dokumentation in der Rettungsstelle bemängelt und Abhilfe gefordert.

„Bisher haben die Kollegen das immer nebenbei erledigt, doch die Aufgaben sind mehr geworden“, erklärte der Chef der Berufsfeuerwehr, Sven Kasulke. Ein Gutachten der Firma Forplan aus dem vergangenen Jahr untermauerte die Missstände. Gesucht wird ein ausgebildeter Rettungsassistent mit mehrjähriger Berufserfahrung und Zusatzqualifikationen. Arno Jahner (SPD) forderte, die Stelle nach Möglichkeit mit einer Frau zu besetzen. „Das ist ein Aufgabenbereich, der für Frauen zugeschnitten ist“, erklärte er. „Wir haben einige Frauen und Männer in unseren Reihen, die diese Ansprüche erfüllen“, sagte Kasulke.

Der Feuerwehr-Chef kündigte zudem einen neuen Brandschutzbedarfsplan für das Jahr 2015 an. Von den fast 30 Punkten des derzeitigen Plans sind mittlerweile viele abgearbeitet. Die Freiwilligen Feuerwehren Einfeld, Gadeland und Stadtmitte stellen nun einen Löschzug. Eine Übung vor wenigen Tagen verlief erfolgreich. Ein neuer Einsatzleitwagen mit moderner Ausstattung ist in Planung und soll in Absprache mit anderen Feuerwehren über eine Sammelausschreibung günstig beschafft werden.

Und: Der Katastrophenabwehrstab aus Neumünster nimmt an einem zweijährigen Ausbildungsprogramm an der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz im rheinland-pfälzischen Ahrweiler teil. „Durch unsere Erfahrungen im Einsatz in den Hochwassergebieten wurden wir für das Pilotprojekt ausgewählt“, freute sich Feuerwehrchef Kasulke.


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