Bundestagswahl : Die FDP ist tief enttäuscht

Zwischen Bangen und Hoffen (von rechts): Kandidat Martin Wolf, Stefan Kommoß, Reinhard Ruge und Wolfgang Stein von der FDP hofften auf den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde.
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Zwischen Bangen und Hoffen (von rechts): Kandidat Martin Wolf, Stefan Kommoß, Reinhard Ruge und Wolfgang Stein von der FDP hofften auf den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde.

Fassungslosigkeit über das „absolute Debakel“ bei den Liberalen in Neumünster. Auf der Wahlparty wurde lange gezittert, dann überwog die Enttäuschung.

shz.de von
23. September 2013, 10:00 Uhr

Als um 18 Uhr die erste Prognose im Fernsehen erscheint, gibt es einen kollektiven Aufschrei und ungläubige Gesichter im „Jollie“ auf der Wahlparty der FDP: 4,5 Prozent? Stefan Kommoß gibt sich kämpferisch: „Das klappt noch.“ Doch im Laufe des Abends verhärtet sich die Tatsache, dass die FDP erstmals in ihrer Geschichte nicht in den Bundestag kommt. Kandidat Martin Wolf: „Die Nerven liegen blank. Das ist das absolute Debakel.“

Es ist ein Abend des großen Zitterns, das dann in totale Enttäuschung umschlägt. „Überschäumende Freude sieht anders aus“, stellt Kreisvorsitzender Reinhard Ruge schon um 18.30 Uhr sarkastisch fest, als eine erste Hochrechnung ebenfalls bei 4,5 Prozent liegt. Erste Ursachenforschung? „Viele Fragen sind nicht angepackt worden. Die FDP wird sich neu aufstellen müssen. Auch nach einem so bitteren Abend ist klar, dass ein Bedarf an konsequenter liberaler Politik da ist“, so Ruge. Kommoß meinte: „Köpfe gewinnen Wahlen. Wenn sie nicht überzeugen, müssen sie ausgewechselt werden.“

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