Neumünster : Die Familie hat nicht viel vom Papa

Torben Simson rückt am Altar die Kerzen zurecht und sorgt für den technisch reibungslosen Ablauf der Gottesdienste.
Torben Simson rückt am Altar die Kerzen zurecht und sorgt für den technisch reibungslosen Ablauf der Gottesdienste.

Für Anschar-Küster Torben Simson bedeuten die Feiertage viel Arbeit, die er aber gerne macht.

23-12990414_23-55968518_1382712333.JPG von
24. Dezember 2017, 10:19 Uhr

Neumünster | Arbeiten, wenn andere Weihnachten feiern – für Torben Simson ist das „alle Jahre wieder“ so. Seit elf Jahren ist der 42-Jährige der Küster der Anscharkirchengemeinde.

„Ich begleite seitdem drei Gottesdienste am Heiligen Abend“, sagt Simson. Der erste Gottesdienst beginnt um 15 Uhr, der zweite um 17 Uhr. Danach gibt es einen kleine Pause und um 23 Uhr die Mitternachtsmesse.

Zu Torben Simsons Aufgaben bei der Vorbereitung der Gottesdienste gehört der Aufbau der Technik, etwa der Lautsprecheranlage. „Ich schalte einmal die Beleuchtung durch und teste die Lichterkette am Weihnachtsbaum“, sagt Simson.

Das Krippenspiel wird nach dem 15-Uhr-Gottesdienst abgebaut, die Liederhefte müssen wieder eingeräumt werden. Simson fegt dann noch einmal durch. „Das ist schon ein sehr voller Arbeitstag am Heiligabend“, sagt er.

Die Familie hat an diesem Tag nicht viel vom Papa, auch wenn Simson nach dem 17-Uhr-Gottesdienst nach Hause geht. Dort wird gegessen – es gibt Pute – und danach die Bescherung mit den Geschenken. Dann aber muss der Küster schon wieder zurück zur Arbeit, die ihn nicht vor 1 Uhr in der Nacht zurück sein lässt.

Viel Zeit zum Ausschlafen bleibt nicht, denn bereits um 6.30 Uhr ist Dienstbeginn am ersten Weihnachtsfeiertag. Der Gottesdienst in der Anscharkirche beginnt um 9.30 Uhr. „Am zweiten Feiertag habe ich aber frei und werde durch einen Kollegen vertreten“, sagt Torben Simson: „Das ist dann mein Familientag.“ An diesen Rhythmus habe er sich gewöhnt. Viele, und da eben auch der Küster, müssten an den Feiertagen arbeiten. „Es stört mich nicht, es macht im Gegenteil viel Spaß und Freude. Meine Partnerin und die beiden Kinder sind das so gewohnt, sie sind beim Kindergottesdienst dabei.“

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen