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Holsteinischer Courier

19. Oktober 2017 | 13:23 Uhr

Brachenfeld : Die ersten Wehren gehen zusammen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Freiwilligen Feuerwehren Brachenfeld und Stadtmitte fusionieren im Herbst / Wehrhaus an der Hauptstraße soll vorerst bestehen bleiben

shz.de von
erstellt am 01.Feb.2016 | 07:15 Uhr

Neumünster | Nach 107 Jahren wird die Freiwillige Feuerwehr Brachenfeld als erste im Stadtfeuerwehrverband ihre Eigenständigkeit verlieren: Im Herbst steht die Fusion mit der Wehr Stadtmitte an. Ein neuer Name steht noch nicht fest, im Gespräch ist unter anderem „Wehr Neumünster-Mitte“. „Der demografische Wandel und der Mitgliederrückgang machen diesen Schritt unausweichlich“, erklärte Wehrführer Jens Stölten auf der Jahresversammlung am Freitagabend im Haus Hog’n Dor.

Gerade noch 23 Aktive hat die kleinste der sieben Wehren in Neumünster. Hinzu kommen fünf Mitglieder in der Ehrenabteilung und die Jugendwehr mit 20 Jungen und 4 Mädchen. Bei Einsätzen tagsüber können die Feuerwehrleute schon länger keine eigene Truppe mehr stellen. „Ihr habt die Zeichen der Zeit erkannt und nehmt nun eine Vorreiterrolle ein“, erklärte Stadtbrandmeister Dr. Klaus-Peter Jürgens. Früher sei die Wehr im Ort nur für ihre Gemeinde zuständig gewesen. Heute müssten in einigen Landesteilen Schleswig-Holsteins ganze Ämter inklusive Jugendwehren alarmiert werden, um überhaupt noch genügend Kräfte zum Einsatzort zu bekommen, zeichnete Jürgens ein dramatischen Bild von der Situation im Land. Er sei stolz, dass die Wehren in Neumünster trotz anfänglicher Kritik früh auf den Nachwuchsmangel reagierten.

Voraussichtlich im kommenden Jahr werden auch die beiden Tungendorfer Wehren zusammengehen, meinte Jürgens. Noch unklar ist die Entwicklung in Gadeland und Wittorf (der Courier berichtete). Hier kann sich Jürgens auf Nachfrage ein neues gemeinsames Wehrhaus inklusive Rettungswache im Industriegebiet Süd nahe der Südumgehung vorstellen.

Obwohl die neue Feuerwehr aus Stadtmitte und Brachenfeld ihren Hauptsitz voraussichtlich im Gefahrenabwehrzentrum haben wird, soll das Wehrhaus in Brachenfeld vorerst als Treffpunkt und für die Jugendwehr bestehen bleiben.

86 Einsätze hatten die Brachenfelder im vergangenen Jahr, zwei mehr als 2014. „Die Zahl der Fehlalarme durch Hausrauchmelder, vor allem in Pflegeheimen, zehrt leider an den Nerven“, sagte Stölten.

Geehrt wurden Jessica Stölten und Michael Böttcher für zehn Jahre Mitgliedschaft. Böttcher wurde mit Heiko Fürst auch zum Oberfeuerwehrmann befördert und bleibt Kassenprüfer. Neu aufgenommen wurde Erik Schulz.

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