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Bad am Stadtwald : Die Ersten trauten sich ins Wasser

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bei nur zwölf Grad Lufttemperatur zogen gestern die ersten mutigen Schwimmer im Bad am Stadtwald ihre Bahnen.

Neumünster | Während manch einer den Reißverschluss seiner Jacke noch etwas höher schob, zeigten sich andere komplett unerschrocken und sprangen trotz der zwölf Grad Lufttemperatur ins Wasser. Gestern wurde im Bad am Stadtwald offiziell die Freiluftsaison eröffnet.

Das Wasser in dem 50-Meter-Becken hatte wohltemperierte 27 Grad und lockte bis zum Mittag schon etwa 100 Schwimmer an, wie Bad-Leiter Tom Keidel schätzte: „Einige Schulklassen sind aber nicht gekommen, der Wind ist schlichtweg zu kalt.“

Einer der Mutigen, die sich das Schwimmen unter freiem Himmel auch vom frischen Wind nicht vermiesen ließen, war Thomas Ruge. „Es ist nicht so schlimm, wie man denkt. Das Wasser ist schön warm, da ist es mir egal, wie kalt es draußen ist. Ich würde auch bei Regen draußen schwimmen, denn mir gefällt es hier sehr gut. Man hat viel Platz, um seine Bahnen zu ziehen“, erzählte der Angestellte der IT-Branche. Drei bis vier Mal in der Woche nutzt Ruge seine Mittagspause, um 1700 Meter zu schwimmen.

Von dem Aussichtsturm direkt am Becken hatte die Fachangestellte für Bäderbetriebe Eileen Maliszewski bereits ab sechs Uhr morgens die Frühschwimmer im Blick. „Heute Morgen waren schon etwa 60 Schwimmer draußen. Bei dem Temperaturunterschied zwischen Luft und Wasser muss man besonders darauf achten, dass keiner Krämpfe bekommt. Aber das passiert eher selten“, erklärte sie. Auf der Liegewiese hatte es sich aber keiner bequem gemacht.

Vergangene Woche war die Traglufthalle von dem 50-Meter langen Schwimmerbecken abgebaut worden, am Sonntag wurde mit dem Beheizen des Wassers begonnen. Das Hallenbad bleibt in diesem Sommer geöffnet, denn da, wo das Nichtschwimmerbecken war, wird zurzeit eine neue Halle mit „Cabrio-Dach“ gebaut (der Courier berichtete).

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