Nordfriedhof : Die ersten 20 Felder der Friedhofsmauer sind saniert

Uwe Kröger (von rechts) vom Förderverein „Denkmal Friedhof“ , Peter Lang von der Friedhofsverwaltung und OB Dr. Olaf Tauras sind mit dem Ergebnis der Sanierung zufrieden.
Uwe Kröger (von rechts) vom Förderverein „Denkmal Friedhof“ , Peter Lang von der Friedhofsverwaltung und OB Dr. Olaf Tauras sind mit dem Ergebnis der Sanierung zufrieden.

Mit Spendengeldern wird das Denkmal vor dem Verfall gerettet

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10. Dezember 2016, 08:30 Uhr

Neumünster | Die erste Etappe bei der Rettung der unter Denkmalschutz stehenden Mauer des Nordfriedhofs ist geschafft: Die ersten 20 von insgesamt 90 Mauerfeldern sind saniert. Uwe Kröger vom Förderverein „Denkmal Friedhof“ , Peter Lang von der Friedhofsverwaltung und Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras stellten gestern das Ergebnis vor.

An den von der Firma Brockstedt sanierten Passagen wurde das verwitterte und durch eindringendes Wasser und Frost beschädigte Mauerwerk gereinigt und anschließend gegen Pilzbefall versiegelt. Die Firma Heuchert lieferte die Betonfertigteile für die obere Abdeckung der Mauer.

Anders als die alte Sockelabdeckung ragt die neue über die Klinkermauer hinaus und hat an der Unterseite eine Tropfkante. Sie verhindert, dass das Regenwasser direkt an der Mauer hinunter läuft. „Die Lösung ist perfekt, die Mauer ist trocken“, sagte Uwe Kröger.

Bereits vor einem Jahr wurden zwei Musterfelder quasi als Prototypen und in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz saniert. Die Kosten dafür trugen der Denkmalschutz und die Nordkirche. Für die Felder jetzt spendeten private Sponsoren, die Jacoby-Bürgergilde, der Kirchenkreis und der Förderverein. Auch die Stadt war mit knapp 18  000 Euro mit im Boot, insgesamt kostete die Sanierung 64  000 Euro.

Bis die über 100 Jahre alte Mauer komplett saniert ist, benötigen der Förderverein und seine Mitstreiter aber noch einen langen Atem und weitere Gönner. Uwe Kröger schätzt die Gesamtkosten auf über 300  000 Euro. „Im kommenden Jahr sollen die nächste 32 Felder saniert werden, 2018 könnten wir fertig sein“, sagte er.

Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras nannte die Friedhofsmauer „blickprägend“ und ein „wichtiges Denkmal für unsere Stadt“. Es sei schön, dass man den Einstieg gefunden haben, um sie zu sanieren.

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