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Holsteinischer Courier

22. August 2017 | 12:00 Uhr

Baumesse : Die erste Nordbau nach dem Umbau

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

In den frisch renovierten Holstenhallen präsentieren ab morgen 874 Aussteller aus 12 Ländern aktuelle Trends und Weltneuheiten rund ums Bauen

Neumünster | Auf dem Freigelände rangierten gestern noch die Laster, Bagger und Baumaschinen, in den Holstenhallen wurde kräftig geschraubt, gehämmert und eingeräumt. Morgen um 9.30 Uhr soll schließlich alles fertig sein. Dann eröffnen Schleswig-Holsteins Verkehrs- und Wirtschaftsminister Reinhard Meyer und Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras die 59. Nordbau. Zum 13. Mal in Folge ist Nordeuropas größte Baumesse ausgebucht. Bis Sonntag zeigen 874 Aussteller aus 12 Ländern auf 20 000 Quadratmetern Hallen- und 69 000 Quadratmetern Außenfläche diverse Neuheiten rund um die Themen Bauen und Wohnen.

Es ist zugleich die erste Nordbau nach der Sanierung der Holstenhallen. „Die Arbeiten sind zu 92 Prozent abgeschlossen. Wir werden Mitte Januar und damit fünf Monate früher als geplant fertig sein und bleiben im Kostenplan“, erklärte Holstenhallen-Geschäftsführer Dirk Iwersen. Für Aussteller und Besucher der Fachmesse, zu der wieder etwa 70 000 Besucher aus dem In- und Ausland erwartet werden, ergeben sich seinen Worten zufolge damit so gut wie keine Einschränkungen mehr.

Im neuen, 1100 Quadratmeter großen und lichtdurchfluteten Forum zwischen Halle 1 und den Hallen 3 und 4 wurden zusätzliche Konferenzräume geschaffen. „Obwohl die Nordbau dieses Jahr erstmals einen Tag kürzer läuft, ist es uns damit möglich, wieder 40 Kongresse abzuhalten. Wir erwarten dazu etwa 4000 Teilnehmer“, so Iwersen. Im Forum hat auch der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr seinen Stand. Bei einem Rundgang lobte Direktor Torsten Conradt gestern das Ambiente: „Es sieht klasse aus und ist wirklich geräumig.“

Sonderthemen sind in diesem Jahr der Dachausbau und die Effizienz auf der Baustelle. „Besonders für Immobilienbesitzer in Städten, die mehr Wohnraum benötigen oder an die Altersvorsorge durch Wertsteigerung und zusätzliche Mieteinnahmen denken, ist das ein interessantes Thema“, sagt Nordbau-Messeleiter Wolfgerd Jansch. Aber es gibt auch Projekte, bei denen der Dachboden beispielsweise zur kostenlosen Studentenbude ausgebaut wird. „Im Gegenzug hilft der Student dann dem Vermieter in Haus und Garten“, erklärt Jansch.

Vorgestellt werden wieder viele neue Maschinen und Erfindungen, darunter zum Beispiel eine randlose, pflegeleichte Toilette. Die sorgt schon vorab bei Wohnungsunternehmen für großes Interesse. Der Verband Garten- und Landschaftsbau präsentiert zudem Ideen für die Gartengestaltung, unter anderem mit einem sechs Meter hohen Baum.

Geöffnet ist die Nordbau täglich von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene 9 Euro, ermäßigt 6 Euro. Kinder bis 14 Jahre sind frei. Von Mittwoch bis Freitag gibt es ab 15 Uhr außerdem das Feierabend-Ticket für 4 Euro. Für 27 Euro kann wieder ein unabhängiger Nordbau-Scout gebucht werden, der die Besucher persönlich informiert und zielgerichtet zu den gewünschten Ständen führt. Hierfür ist aber eine Anmeldung (Tel. 910 190) mindestens zwei Tage vorher nötig.

Für die Anreise mit dem Auto stehen die Parkplätze Brückenstraße und in der ehemaligen Hindenburg-Kaserne an der Carlstraße zur Verfügung. Von dort besteht ein Bus-Shuttle-Service.

Standpunkt

Können wir das schaffen? Ja, wir schaffen das! Die Arbeiter in den Holstenhallen haben mächtig geklotzt. Zur Nordbau sind die Hallen selber keine Baustelle mehr; die Messe  kann reibungslos über die Bühne gehen. Ein Besuch lohnt sich also gleich doppelt. Es gibt viel zu erfahren über neue Bautrends und Produkte – und gleichzeitig kann man sich die Erfolge der Sanierung  der Hallen ansehen.

 

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