zur Navigation springen

Kinderferiendorf : Die erste Hütte ist fast fertig

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die ehrenamtliche Sanierung im Stadtwald geht zügig voran . Der Lions-Club will weitere Service-Clubs ins Boot holen.

Neumünster | Die Runderneuerung des Kinderferiendorfs im Stadtwald kommt offenbar zügig voran. Voraussichtlich bereits Mitte September will der Lions-Club Neumünster-Holsten das erste sanierte Musterhaus bei einem Tag der offenen Tür der Öffentlichkeit vorstellen.

Bereits jetzt präsentiert sich das Gemeinschaftshaus in völlig neuer Optik: Vom Herbergsmief der 50er-Jahre ist im Inneren nicht mehr viel zu spüren, stattdessen präsentieren sich die beiden Räume des Blockhauses mit dem Charme eines modernen Ferienhauses, ohne dabei ihren heimeligen Herbergscharakter aufzugeben. Die Wände wurden hell verbrettert, der offene Dachstuhl mit Faserplatten verkleidet, die Elektroanlagen komplett erneuert, Fenster und Fensterläden frisch gestrichen. Eine leichte Dämmung und moderne Elektroradiatoren sollen dafür sorgen, dass das Haus künftig auch in der Übergangszeit von jungen Gästen bewohnt werden kann.

Auch außen hat sich viel getan. Die morschen Regenabläufe wurden gegen richtige Dachrinnen ausgetauscht, und erstmals gibt es Fallrohre, die das Regenwasser in Sickergruben leiten. Die asbestbelasteten Eternit-Platten auf dem Dach wurden durch langlebige Schindeln aus Aluminium ersetzt. Die Betontreppe vor dem Eingang hat Armin Guder, der für das Objekt die Bauaufsicht übernommen hat, durch eine rollstuhlgerechte Rampe ersetzen lassen. „Eine einfachere Lösung hätte ich mir nicht verziehen“, sagt der Junior-Chef von Guder Strahltechnik, der sich ebenso wie die anderen Handwerksunternehmen ehrenamtlich engagiert: Baumaterial und / oder Handwerkerleistungen aller Art werden für das Unternehmen Kinderferiendorf gestiftet – von den Mitgliedern des Lions-Clubs oder von befreundeten Firmen. Inzwischen gibt es einen Pool von rund 30 Unternehmen, die ihre Unterstützung anbieten.

Die können die Helfer vom Lions-Club auch gut gebrauchen, denn das Musterhaus ist das erste von sechs Gemeinschaftshäusern, die der Club in den kommenden Jahren auf Vordermann bringen will (der Courier berichtete). Architekt und Lions-Mitglied Knud Schnittger, der das Projekt gemeinsam mit seinem Berufskollegen Carlo Metze vom Bahnwerk planerisch betreut, hält das für durchaus machbar: Zwar seien die Kosten für das erste Haus von seinerzeit geschätzten 20  000 Euro auf 45  000 Euro gestiegen, aber bei den anderen Häusern gebe es noch reichlich Einsparpotenzial, hofft der Fachmann.

Und weitere Unterstützung ist in Sicht: Um das Projekt auf breitere Beine zu stellen, möchten die Lions weitere Clubs mit ins Boot holen: Als erste hat jetzt die Initiative „Patienten und Zahnärzte für Kinder in Not“ ihre Unterstützung zugesagt.

Auch Privatleute können sich an der Rettung des maroden Kinderferiendorfs im Stadtwald beteiligen. Der Lions-Club hat bei der Volksbank ein Spendenkonto eingerichtet. Die Hilfsbereitschaft sei groß, sagt Lions-Präsident Andrew Pfennig: „Ganze Generationen von Neumünsteranern verbinden das Feriendorf im Stadtwald mit den Ferien ihrer Kindheit.“

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 26.Jun.2016 | 09:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen