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Holsteinischer Courier

23. Oktober 2017 | 08:25 Uhr

Die erste Feuerwehrfrau der Stadt

vom

shz.de von
erstellt am 02.Aug.2013 | 03:59 Uhr

neumünster | Zum ersten Mal in der fast 100-jährigen Geschichte der Berufsfeuerwehr (BF) rückt ab sofort bei einem Feuer oder einem Rettungseinsatz eine Frau mit aus. Gestern trat neben Brandmeister Torsten Petermann (32) auch Birgit Ro hark (30) ihren Dienst an der Wittorfer Straße an. Die gelernte Zahntechnikerin aus Sachsen ist ausgebildete Brandmeisterin, Rettungsassistentin und als Drehleiter-Maschinistin auch für Einsätze in großer Höhe qualifiziert. Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras und Stadtrat Oliver Dörflinger begrüßten beide im Rathaus.

Am 1. März hatte mit Julia Lützner bereits die erste Frau die Ausbildung als Brandmeisteranwärterin bei der BF angetreten (der Courier berichtete). Sie besucht zur Zeit einen Lehrgang bei der Landesfeuerwehrschule in Harrislee bei Flensburg.

Petermann und Rohark rücken für zwei Kollegen nach, die aus familiären Gründen ihren Job aufgeben mussten. Beide wurden im Internet auf die Stellen aufmerksam. "Neumünster gefiel mir auf Anhieb. Ich wollte immer schon in die Nähe von Nord- und Ostsee. Die Leute hier sind sehr aufgeschlossen und freundlich", sagte Birgit Rohark, die erst seit wenigen Tagen in der Stadt ist und zuletzt bei der Berufsfeuerwehr in Solingen angestellt war.

Für Torsten Petermann ist es hingegen ein Heimspiel. Der gebürtige Prenzlauer lebt bereits seit sechs Jahren in Neumünster und arbeitete zuletzt bei der Feuerwehr der Bundeswehr am Marinestützpunkt in Kiel. Als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Stadtmitte kennt er sich bereits bestens vor Ort aus. Nach der Ausbildung zum Elektroinstallateur schloss er bei der Bundeswehr die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker an. Nach einem Einsatz in Afghanistan folgte dann von 2010 bis 2012 die Ausbildung zum Brandmeister bei der Feuerwehr der Bundeswehr. "Ich freue mich sehr, dass ich jetzt in meiner Heimatstadt arbeite", sagte er.

OB Tauras nutzte die Gelegenheit, um noch einmal auf die Bedeutung der Berufsfeuerwehr hinzuweisen. "Wir müssten sie uns nicht leisten, aber wir machen das, weil uns die Sicherheit wichtig ist", sagte er.

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