zur Navigation springen
Holsteinischer Courier

23. Oktober 2017 | 02:48 Uhr

FEK : Die Besucher durften „operieren“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Tag der offenen Tür lockte 2900 Menschen ins Friedrich-Ebert-Krankenhaus. Der Neubau begeistert durch Helligkeit

shz.de von
erstellt am 09.Mär.2015 | 07:00 Uhr

Neumünster | Draußen lockte der Frühling mit zweistelligen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein, drinnen ließen sich Besucher trotzdem viel Zeit, um den ersten Bauabschnitt des Krankenhausneubaus in Augenschein zu nehmen. 2900 neugierige Menschen waren gestern der Einladung zum Tag der offenen Tür gefolgt, darunter viele Familien.

Günter Munser spazierte mit Frau, Enkeltochter und Sohn durch die hellen Flure. Florian Munser hatte seine Kamera dabei, um die neuen Kreißsäle zu dokumentieren. „Wir bekommen Anfang August unser zweites Kind, und da Laneys Mutter heute leider verhindert ist, habe ich einen kleinen Film gedreht. Ich bin sicher, dass meine Frau genauso begeistert sein wird wie wir“, meinte er. „Alles sieht viel freundlicher aus, als noch zu Laneys Geburt vor vier Jahren.“

Ernst Lindemann steht am Eingang und erklärt seinem Bekannten Hanspeter Ehlers die Baufortschritte anhand des aufgestellten Modells. Lindemann war als Bauingenieur für die Böden im Neubau verantwortlich. „Ich war einfach neugierig“, erzählte der Trappenkamper. „Wenn man monatelang auf der Baustelle gearbeitet hat, will man natürlich sehen, wie alles im fertigen Zustand wirkt.“ Lindemann schien zufrieden. Gleiches galt für den momentanen Patienten im FEK, Hanspeter Ehlers. „Als er die neuen Räume gesehen hat, war er schon fast gesund“, diagnostizierte Lindemann schmunzelnd.

Vor der Tür eines der neuen OP-Säle hatte sich eine Menschentraube gebildet. Drinnen stand der Chefarzt der Frauenklinik, Dr. Ivo Heer, und erklärte den interessierten Besuchern die minimal-invasive Chirurgie an einer Puppe. Feinstes Besteck führte er über die Bauchdecke in den Bauchinnenraum. Seine Handgriffe überwachte er dabei auf dem Bildschirm. Doch nicht etwa blutige Eingeweide entlockte er dem Bauchraum, sondern bunte Gummibärchen. „Na, willst du auch mal operieren?“, fragte er Leonie Borgwardt, die ihm zuvor gebannt zugeschaut hatte. Dieses Angebot ließ sich die Zehnjährige nicht zweimal sagen. Mit etwas Unterstützung und viel Geschick angelte sie sich ein rotes Gummibärchen, das sofort in ihrem Mund verschwand.

Klinikpersonal fand man gestern überall auf den Fluren und in den neuen Räumen. Mit zugewandter Freundlichkeit standen die Mitarbeiter den Besuchern Rede und Antwort, erklärten Abläufe und verteilten Luftballons und Informationsmaterial an die großen und kleinen Besucher. Ginge es nach ihnen, kann der Start für den 2. Bauabschnitt gar nicht früh genug sein. 


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen