Nordbau in Neumünster : Die besten Maler messen sich

Ausbilder Manfred Marxen (rechts) ist begeistert, mit wie viel Teamgeist Felix Diehlmann und die anderen Innungsbesten in den Jahresleistungswettbewerb gehen.
Ausbilder Manfred Marxen (rechts) ist begeistert, mit wie viel Teamgeist Felix Diehlmann und die anderen Innungsbesten in den Jahresleistungswettbewerb gehen.

Felix Diehlmann (26) aus Neumünster will sich für das Bundesfinale in Hamburg qualifizieren.

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07. September 2018, 12:05 Uhr

Vier Tage lang haben Felix Diehlmann (26) und fünf andere Innungsbeste an ihren Wettbewerbsstücken gearbeitet. Heute fällt auf der Nordbau die Entscheidung, wer der beste Maler und Lackierer im Norden ist.

„Wir müssen fünf Platten á 180 mal 50 Zentimeter in verschiedenen Techniken bearbeiten“, nennt Felix Diehlmann die Aufgabe beim Landeswettbewerb, der zum vierten Mal öffentlich vor den Messebesuchern auf der Nordbau ausgetragen wird. Gefragt sind von den Junggesellen Techniken wie Tapezieren, Spachteln oder Lasurarbeiten. „Das Nordbau-Logo muss ins Spiel kommen und das alles unter Zeitdruck“, sagt Diehlmann.

Die Chancen, sich für den Bundeswettbewerb in Hamburg zu qualifizieren, kann Diehlmann schwer einschätzen. „Alle liefern gute Arbeit ab. Ich versuche, mit viel Spaß an die Sache heranzugehen“, sagt er. Die Erfahrung eines solchen Wettbewerbs vor so viel Publikum sei bereits ein Wert an sich.

Manfred Marxen ist Ausbilder und Prüfer der Innung Schleswig-Flensburg, betreut die Innungsbesten beim Landeswettbewerb und lobt ihren Teamgeist. „Alle helfen sich gegenseitig mit Tipps. Hier steht das Konkurrenzdenken nicht im Vordergrund. Das hatten wir schon anders“, sagt Marxen.

Gelernt hat Felix Diehlmann sein Handwerk bei Neumünsters Innungsobermeisterin Simone Speck. „Felix ist mein zweiter Innungsbester, natürlich macht mich das stolz“, sagt sie und ist froh, „dass es wieder mehr junge Menschen gibt, die erkennen, dass man auch im Handwerk etwas werden kann“. Denn Felix Diehlmann ist Quereinsteiger. Nach dem Abitur begann der gebürtige Neumünsteraner erst einmal ein Studium der Agrarwissenschaften. „Aber das war nicht das Richtige“, sagt er heute. Nach der erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung will er die Meisterschule besuchen und dann erneut studieren – mit dem Wunschziel Berufsschullehrer.

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