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Anmeldezahlen : Die beliebtesten Schulen der Stadt

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Stadt hat die Anmeldungen der künftigen Fünftklässler an den weiterführenden Schulen ausgewertet. Die Zahl ist weiter zurückgegangen. Die Gymnasien sind weiter eine beliebte Schulform.

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erstellt am 02.Apr.2014 | 11:45 Uhr

Neumünster | Der demografische Wandel und die neue Ausstattung mehrerer Umlandschulen mit Oberstufen – diese beiden Faktoren machen sich an den weiterführenden Schulen in der Stadt bemerkbar. Diesen Schluss lassen die neuen Anmeldezahlen zu, die die Stadt auf Anfrage mitteilte.

Demnach werden an den Gemeinschaftsschulen und Gymnasien in der Stadt im Schuljahr 2014/2015 aller Voraussicht nach 848 Kinder in die fünften Klassen kommen. Im Vorjahr waren es noch 889 Schüler, die an die beiden Schultypen sowie die damals noch vorhandenen Regionalschulen wechselten. Nach dem bisherigen Stand hat die Zahl somit um 41 Kinder abgenommen – das sind fast zwei Schulklassen.

„Die Zahlen sind noch nicht endgültig, weil der Abgleich mit den Grundschulen noch nicht erfolgt ist. Die Zahlen können also noch leicht variieren“, erklärte Gabriele Bartelheimer, Leiterin des Fachdienstes Schule, Jugend, Kultur und Sport. Doch sie bestätigte den Rückgang der Schülerzahlen. „Sie sinken – mal mehr, mal weniger. Der Trend geht nach unten“, sagte die Fachdienstleiterin. Ob sich jedoch zurzeit der demografische Wandel oder die neuen Oberstufen in Bordesholm, Bad Bramstedt und Nortorf stärker auswirken, ist unklar. „Dazu gibt es keine Untersuchungen“, so Gabriele Bartelheimer.

Während die früheren IGS, die Gemeinschaftsschulen Brachenfeld und Faldera, nach wie vor Schüler ablehnen müssen (siehe Tabelle), teilen sich die vier Gemeinschaftsschulen ohne Oberstufe 240 Fünftklässler. Für 197 von ihnen war es der Traumplatz. Der Rest musste auf den Zweit- oder Drittwunsch zurückgreifen. Am wenigsten nachgefragt waren die Wilhelm-Tanck-Schule (34 Erstwünsche), die erstmals als Gemeinschaftsschule antritt, und die Freiherr-vom-Stein-Schule (45).

An den vier Gymnasien sind die Anmeldezahlen in der Summe nahezu gleich geblieben. Während im Vorjahr 377 Fünftklässler aufgenommen wurden, sind es im kommenden Schuljahr 376 Kinder – also nur ein Schüler weniger. „Das ist schon auffällig. Viele Eltern wollen offenbar explizit das Gymnasium für ihr Kind“, erklärte Gabriele Bartelheimer. Besonders nachgefragt ist ab Sommer die Alexander-von-Humboldt-Schule, das größte Gymnasium der Stadt.

Hier haben laut Stadt auch die Anmeldungen von außerhalb trotz der Konkurrenz aus dem Umland noch einmal zugenommen. Sie liegen für die neuen Fünftklässler bei 76,19 Prozent (96 Kinder). Insgesamt wollen 121 Mädchen und Jungen das Einfelder Gymnasium besuchen. Beliebt sind auch nach wie vor die Holsten- (95 Erstwünsche) und die Klaus-Groth-Schule (86). Beide Schulen haben 116 Plätze zur Verfügung. Lediglich die gleich große Immanuel-Kant-Schule ist nicht so stark gefragt. Hier meldeten sich 60 Kinder an.

Welche Schule in welchem Jahr im Trend liegt, ist jedoch auch für die Stadt nie vorhersehbar – und das macht es nicht einfach. „Der Elternwille schwankt von Jahr zu Jahr“, erklärte Gabriele Bartelheimer. Ein gutes Beispiel dafür ist die Hans-Böckler-Schule. Während im Vorjahr nur 37 Kinder in die fünfte Klasse dieser Gemeinschaftsschule wollten, wählten jetzt 64 Schüler sie als Erstwunsch – und brachten die Schule damit fast an die Grenze ihrer Kapazitäten.

Anmeldungen an den weiterführenden Schulen:

Gemeinschaftsschulen:

 Wilhelm-Tanck-Schule: 34 Erstanmeldungen (20 im Vorjahr, damals noch Regionalschule) bei  72  Plätzen; weitere Aufnahmen  (z. B. Alternativwunsch oder Ausweichmöglichkeit): 11.

 Grund- und Gemeinschaftsschule Einfeld: 54 Erstanmeldungen (57 im Vorjahr) bei 66 Plätzen; weitere Aufnahmen: 8.

  Hans-Böckler-Schule:  64 Erstanmeldungen (37 im Vorjahr)  bei 66 Plätzen; weitere Aufnahmen: 2.

  Freiherr-vom-Stein-Schule: 45 Erstanmeldungen (52 im Vorjahr) bei 92 Plätzen; weitere Aufnahmen: 22.

  GS Faldera: 107 Erstanmeldungen (139 im Vorjahr) bei 92  Plätzen; Ablehnungen: 14.

  GS Brachenfeld: 190 Erstanmeldungen (212 im Vorjahr) bei 138 Plätzen; Ablehnungen: 51.

 

Gymnasien:

  Alexander-von-Humboldt-Schule: 121 Erstanmeldungen (119 im Vorjahr) bei 130 Plätzen; weitere Aufnahmen: 5.

  Immanuel-Kant-Schule: 60 Erstanmeldungen (56 im Vorjahr) bei 116 Plätzen; weitere Aufnahmen: 0.

 Holstenschule: 95 Erstanmeldungen (106 im Vorjahr) bei 116 Plätzen; weitere Aufnahmen: 3.

 Klaus-Groth-Schule: 86 Erstanmeldungen (81 im Vorjahr) bei 116 Plätzen; weitere Aufnahmen: 6.

 

 Für die Freie Waldorfschule lagen keine Angaben vor.

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