Die Arbeit bei der Tafel macht Spaß

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08. Juni 2010, 03:59 Uhr

Bordesholm | Anderen Menschen zu helfen macht Spaß! Das ist das Motto der Bordesholmer Tafel. Wir, die Klasse 4a und unsere Lehrerin Annette Fräßdorf-Dittberner der Lindenschule Bordesholm, waren neugierig und wollten ganz viel über die Bordesholmer Tafel wissen. Das ist nicht etwa die Tafel, die in unser Klasse hängt, sondern das ist die Tafel, die Arbeitslose, Geringverdiener und Rentner, die wenig Geld haben, einmal pro Woche mit Lebensmitteln versorgt. Deshalb luden wir die Vorsitzende der Bordesholmer Tafel, Beate Kälbert, zu einem Gespräch in unsere Klasse ein.

Wir hatten uns natürlich viele Fragen aufgeschrieben, die wir alle beantwortet haben wollten. Während Beate Kälbert erzählte, machten wir fleißig Notizen. Die Idee der Tafeln, so hörten wir von ihr, stammt aus Amerika und wurde 1963 von John van Hengel gegründet. Heute gibt es in Deutschland 780 Tafeln, eine davon seit dem 1. März 2009 in Bordesholm.

Wir erfuhren, dass bei der Tafel 30 ehrenamtliche Helfer ihren Dienst tun. Sie holen mit einem Auto jeden Tag von Lidl, Netto, Edeka, Sky, der Schlachterei Einfeld, vom Reesdorfer Hof und vom Blumenstudio Wilke Lebensmittel ab, die diese Läden spenden. Bis auf Backwaren, Obst und Gemüse sind alle Lebensmittel eingeschweißt. Die Helfer lagern die Lebensmittel in Regalen, die sich in den Kellerräumen der Christuskirche in Bordesholm befinden.

Bevor jeden Freitag von 10.30 bis 11.30 Uhr hilfsbedürftige Menschen die Lebensmittel abholen, werden sie in viele Kisten verpackt, genau 70 Stück, denn so viele Haushalte werden auf diese Weise versorgt. Obst und Gemüse, das übrig bleibt, wird zum Tierpark Warder gebracht. So haben die Tiere dort auch noch eine leckere Mahlzeit.

Nach einer Stunde, in der wir ganz viel über die Tafel erfahren hatten, verließ uns Beate Kälbert. Wir haben an diesem Tag erfahren, dass jeder Mensch in eine schlimme Lage kommen kann und auf die Tafeln angewiesen ist, damit er nicht hungern muss.

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