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Therapiezentrum Wittorf : Die Anwohner prüfen eine Klage

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Erstmals trafen sich Anwohner des Igelwegs mit dem Investor, Vertretern der Stadt und von Blau-Weiß Wittorf.

Erste Annäherung im Streit um das geplante Therapiezentrum am Igelweg in Wittorf (der Courier berichtete): Zu einem gemeinsamen Gespräch sind am Montagabend Investor Rüdiger Hamborg, Vertreter der Stadtverwaltung, von Blau-Weiß Wittorf (BWW) und Anwohner im Stadthaus zusammengekommen. Dabei stellte Hamborg seine Pläne für den Neubau einer 300 Quadratmeter großen Physiotherapie-Praxis hinter dem vom BWW betriebenen Jugendfreizeitheim vor. Mehrere Anwohner wollen nun den Verkauf des ehemals städtischen Grundstücks und das Bauvorhaben rechtlich prüfen lassen.

„Am Freitag findet ein erstes Treffen mit einem Kieler Fachanwalt für öffentliches Baurecht statt. Er soll schauen, ob Verfahrensfehler gemacht wurden und ob dann gegebenenfalls eine Klage Erfolg hat“, sagte gestern Igelweg-Anwohner Carsten Rückemann. Der am Montag vorgelegte Bauplan sieht seinen Angaben zufolge anders als in der Ursprungsfassung aus. „Ursprünglich sollten zu der Praxis noch Wohnungen gebaut werden, um die Vorschriften des Bebauungsplans einzuhalten. Uns ist aber von Herrn Hamborg ein reiner Gewerbebau vorgestellt worden“, sagte Rückemann zum Courier.

Thorben Pries, Büroleiter von Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras, bestätigte gestern die Abweichungen. Tatsächlich habe der Bau-, Planungs- und Umweltausschuss im Februar in nicht-öffentlicher Sitzung sein Okay für den Verkauf des Grundstückes unter der Prämisse einer anteiligen Wohnbebauung gegeben. Auch die Verwaltung sei von dieser Voraussetzung ausgegangen. „Es müssen noch Gespräche zwischen Investor und Bauaufsichtsbehörde stattfinden. Möglicherweise muss der Bauantrag abgeändert werden“, sagte Pries.

Die Zufahrt zum neuen Therapiezentrum soll in jedem Fall vom Igelweg erfolgen. „Die Auffahrt zu den Stellplätzen der Praxis ist kurz vor den öffentlichen Parkbuchten vorgesehen. Wir haben gelernt, dass der benachbarte Spielplatz eigentlich nicht durch das seit Jahren offenstehende Tor an der Straße betreten werden darf, sondern durch den Eingang vom Park“, sagte Rückemann. Damit wäre die befürchtete Gefahr für Kinder durch Autos dann nicht mehr so groß, räumte er ein. Sein Fazit: „Das Gespräch war gut, zwischen den Zeilen habe ich aber gemerkt, dass wir als Einzelschicksale betrachtet wurden.“ Rüdiger Hamborg wollte sich gestern nicht äußern.

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erstellt am 02.Okt.2013 | 06:00 Uhr

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